E-Velo Höhenflug mit Strom

Die Elektro-Velos haben in den vergangenen zehn Jahren einen Siegeszug begonnen, der nicht nur beispiellos und beeindruckend ist, sondern sich auch nicht mehr aufhalten lässt.

Zero: E-Velo

Flyer: Natürlich gibt es unterdessen auch Sportgeräte mit elektrischer Unterstützung.
© HO

Man darf die Schweiz durchaus als das Mekka der E-Velos bezeichnen. Im vergangenen Jahr wurden etwas mehr als 350 000 Fahrräder verkauft, davon mehr als 10 Prozent elektrisch betrieben. Einen solchen Marktanteil haben E-Velos nirgends auf der Welt. In diesem Jahr werden es wohl über 50 000 Stück werden, das sind dann schon 15 Prozent Marktanteil. 2006 waren in der Schweiz nur gerade 3500 Elektrovelos verkauft worden.

Nein, erfunden haben die Schweizer das Elektrovelo nicht – aber sie haben es markttauglich gemacht. Einer Firma aus dem Emmental muss da ein Kränzchen gewunden werden, der Biketec in Huttwil, die mit dem Flyer den Weg bereitet hat. In diesem Jahr werden die Emmentaler 50 000 Stück produzieren, die Hälfte für den Export. Aber es gibt natürlich noch andere namhafte Schweizer Hersteller, die sehr erfolgreich sind, etwa Stromer. In diesem Jahr stieg auch der bekannte Skiproduzent Stöckli in das anscheinend lukrative Geschäft ein.

Die E-Velos sind längst nicht mehr unförmige Geräte. Es gibt unterdessen alles, was das Herz begehrt, Rennräder, Mountain-Bikes, Tandems und von Flyer auch den Cargo, der bis zu 160 Kilo transportiert.

Doch jetzt erwächst den bekannten Elektrovelo-Produzenten neue Konkurrenz: Die Autohersteller steigen auch ins Geschäft ein. Zuerst kommt Smart, wo man eine ständig wachsende Nachfrage in Europa, aber auch den USA erkannt haben will. Und Ford hat angekündigt, ebenfalls bald ein ganz besonders edles, nur gerade 2,5 Kilo schweres Karbon-Elektro-Velo auf den Markt bringen zu wollen. Das kostet dann aber wohl so viel wie ein Ford Fiesta.

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