Der ganz normale wahnsinn

Der ganz normale Wahnsinn

Kids und Job unter einen Hut bringen? Easy! Oder doch nicht?

10 Dinge, die nicht nur, aber vor allem berufstätige Mütter verstehen

Eines vornweg: Mütter sind Mütter, egal, ob sie berufstätig sind oder nicht. Sie lieben ihre Kinder, sie wollen nur das beste für sie und sie arbeiten. Täglich und viel, sei das nun im Dienste der Familie zu Hause oder auswärts für jemand anderen. Trotzdem gibt es ein paar kleine, spezifische Dinge, die jede berufstätige Mutter kennt - auch Familienbloggerin Sandra C.
  1. Die himmlische Ruhe, wenn du morgens ins Büro kommst! Was die Kollegen nur alle gegen Grossraumbüros haben? Die sollten mal einen Tag bei dir zu Hause verbringen...
     
  2. Die kinderlose Kollegin, die dich morgens süffisant lächelnd anschaut und fragt: «Na, zu lang gefeiert gestern?» - nachdem du die halbe Nacht wahlweise ein Kind rumgeschleppt, Kinderkotze geputzt oder dem Teenie gefühlte zwölf Mal das Handy weggenommen hast - schwebt in akuter Lebensgefahr!
     
  3. Du führst zu Hause ein wichtiges Telefongespräch - weil es sich organisatorisch nicht anders timen liess - und im Hintergrund brüllt jemand sehr laut und sehr deutlich wahlweise «Mamaaaaaa, Kakaaaaaa», «Will Schoggi jetzt!» oder «F..... dich, du Opfer!» (worauf von jemand Nummer 2 eine ähnliche Antwort zurückgbrüllt wird).
     
  4. MittagsPAUSE? Kennst du nur noch vom Hörensagen. Denn wenn du mittags zu Hause bist, kochst du. Und wenn du im Büro bist, isst du schnell ein Sandwich am Computer, damit du rechtzeitig wegkannst, um den Sohn ins Fussballtraining zu fahren. Oder du rennst gehetzt durch die Stadt, um all das zu besorgen, wozu du sonst nicht kommst: Windeln und Abfallsäcke einkaufen, das Zalando-Paket mit den zu kleinen Kindersachen zur Post bringen (echt jetzt, was haben die denn da für Grössenangaben? Von wegen bequemes Online-Shopping!), die baby-vollgekotzten Klamotten in die Reinigung.
     
  5. Das schlechte Gewissen, wenn immer du diejenige bist, welche die anderen Mütter anruft, weil dein Sohn keine Ahnung hat, was er für Hausaufgaben hat oder wann er wo sein soll. Oder um zu fragen, ob er nicht total ausnahmsweise mal bei ihnen zu Mittag essen dürfte, weil es dir genau dann so einen blöden Termin reingeschneit hat.
     
  6. Du kommst während einer Sitzung versehentlich an dein Handy und die Musik zu «Pokémon Go» plärrt laut durch den Raum. Und du weisst nicht, ob dus nun schlimmer machst oder nicht, wenn du erklärst, dass das nicht deine App ist, sondern die deiner Kinder.
     
  7. Die komischen Blicke der Kolleginnen und Kollegen bei der Morgensitzung. Bis dir jemand unauffällig ins Ohr flüstert: «Du hast da was...» Peinlich: Rüeblibrei im Haar, Kinderrotz im Gesicht, Babykotze auf der Hose. Sehr peinlich: Muttermilch, die durch BH und Bluse sickert.
     
  8. Die - gefühlt stundenlange - Wochen-Auftaktsitzung ist dein schlimmster Albtraum. Mit der Zeit platzt dir nämlich nicht nur fast die Blase, sondern auch die Brüste. Irgendwann gewöhnen sich aber auch die Kolleginnen und Kollegen an die komische Haltung, die du während der Sitzung einnimmst: Beine fest übereinandergeschlagen, Arme eng vor der Brust verschränkt, nicht mehr bewegen!
     
  9. Jeder Tag ist ein genau durchorganisierter, organisatorischer Kraftakt. Und wehe, irgend etwas bringt deinen Zeitplan durcheinander. Eine Sitzung dauert zehn Minuten länger? Du wünschst allen, die sie verzögert haben, die schlimmsten Höllenquallen. Ein Anruf lässt auf sich warten? Der Zu-Spät-Anrufer steht auf ewig zuoberst auf deiner schwarzen Liste. Der Zug hat Verspätung? Du wünschst dem Lokführer eine schlimme Krankheit, oder zumindest ein Gesicht voller Pickel!
     
  10. Das unglaublich erleichterte Gefühl am Abend, wenn der penibel durchorganisierte Tag ohne grössere Katastrophen vorbeigegangen ist!


Im Dossier: Alle Beiträge von Familienbloggerin Sandra C.