Sale, pepe e pomodoro

Sale, pepe e pomodoro

Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

Geniale neue Foodkonzepte für die Schweiz

Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung sind wichtige Themen für Zoe Torinesi. Die Foodbloggerin stellt neue Konzepte vor, die sie überzeugen.
Cookinesi Foodblog Zoe Torinesi Konzepte Foodwaste
© via Instagram.com

Salat über Mittag? Kann man per SMS bestellen.

Die Digitalisierung unseres Alltags geht mir manchmal echt auf den Keks. Drei Viertel der Reisenden (inklusive mir), die auf ihren Zug warten, tippen und wischen auf ihren Smartphones herum als gäbe es kein Morgen - da muss man sich mal drauf achten, das sieht echt bescheuert aus. Ich bin ja auch davon überzeugt, dass die Menschheit sukzessive am verblöden ist, weil wir anstatt mal kurz nachzudenken alles sofort googeln.

Glücklicherweise bringt der digitale Wandel aber auch Positives hervor, unter anderem wird gerade alle paar Wochen ein neues geniales Foodkonzept vorgestellt. Folgend vier meiner aktuellen Favoriten. Meist geht es um Nachhaltigkeit und gesündere Ernährung, wobei letztere auch unseren grauen Zellen wieder ein wenig auf die Sprünge hilft.

It’s just «Too Good To Go»!
Kürzlich entdeckt und sofort geliebt! «Too Good To Go» sagt Food Waste in der Gastronomie den Kampf an. App runterladen, seinen Standort eingeben und schon sieht man wo gegen Ladenschluss noch unverkaufte Ware herumliegt. Diese kann zu einem Bruchteil des Originalpreises erstanden werden.

Gesundes Mittagessen per Klick
Als gesundheitsbewusstes Menschenkind ist es ein Frust, wenn die einzige Option für ein Mittagessen aus einem in Folie eingepackten und drei Grad kalten Sandwich aus dem Supermarkt besteht. Neue Lunch-Konzepte spriessen in Zürich jedoch gerade aus dem Boden. Bei Lunchclub.ch zum Beispiel kann man sich sein gesundes Zmittag bis 10.30 Uhr per SMS bestellen, spätestens zwei Stunden später klingelt der Bote. Einmal pro Woche wird einem das aktuelle Menu ebenfalls aufs Handy geschickt. Weitere gesunde Lunch-Lieferanten: Martha’s Salad, Felfel, Aylafood.

Bauer, komm zu mir nach Haus!
Anfang Woche habe ich gestaunt, als in der Nähe meines Büros am Zürcher Stadtrand plötzlich ein Traktor mit riesigem Anhänger voller Gemüse vorfuhr. Der junge Bauer klingelte laut wie es früher der Milchmann getan hat, worauf die Kunden scharenweise herbeiströmten, um sein frisches Gemüse zu kaufen. Leider sind solche Quartierbesuche nicht alltäglich. Wer trotzdem Frisches vom Bauern wünscht, aber keine Zeit hat selber von Hof zu Hof zu fahren, kann sich Bio-Produkte über Farmy.ch nach Hause liefern lassen. Gemüse, Früchte, Fleisch, Fisch, Getränke oder Gebäck - dieser Farm-to-Table Service liefert unzählige Produkte, bei denen man online sogar sieht welcher Bauer sie geerntet hat - I like.

Anti-Food-Waste-Konzept Nr.2: «ReCircle»
«ReCircle» hat es sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben Food Waste im Gastrobereich zu vermindern. Ob ein Take-Away oder Restaurant im «ReCircle»-Netzwerk aktiv ist, erkennt man daran, ob das zartrosa «ReCircle»-Logo irgendwo sichtbar angebracht ist. Man bekommt sein Essen in einer wiederverwendbaren Box, die man nach dem Essen bei einem der «ReCircle»-Restaurants abgeben kann. Dort wird diese gewaschen und wiederverwendet. Dasselbe System wird auch für Becher angeboten. Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich online registrieren und bekommt seine erste Box zugeschickt. Mehr Infos: Recircle.ch

Diese neuartigen Konzepte stecken oftmals noch in den Kinderschuhen, so ist z.B. das «ReCircle»-Netzwerk noch sehr klein und bei «Too Good To Go» ist nicht immer etwas erhältlich. Umso wichtiger also, dass wir solche Innovationen unterstützen, indem wir Mitglied werden oder ihre Services nutzen.

Im Dossier: Alle Food-Blogs von Zoe Torinesi