Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

Top 10 - die Party-Hotspots dieser Welt

Wer dieses Jahr partymässig nichts verpassen möchte, muss weit reisen - von Bangkok über Montreal nach Ibiza. Bloggerin Virginia Gomez alias DJ TapTap präsentiert die ultimativen Party-Städte.
Party Clubbing Ibiza Trend Top 10 List
© Getty Images

Auf Ibiza, in Montreal oder Berlin geht dieses Jahr partytechnisch die Post ab.

2016 - schon wieder ein neues Jahr. Ich weiss nicht, wie es euch so geht, aber bei mir vergehen die Jahre momentan wie im Flug. Einiges scheint sich nie zu ändern, anderes dafür viel zu schnell. Das Nachtleben sorgt aber immer für Unterhaltung. CNN hat pünktlich zum Jahreswechsel eine Top-10-Liste mit den populärsten und pulsierendsten Städten der Welt erstellt:

10. Bangkok

Definitiv ein Paradies für Nachtschwärmer - keine Frage. Sehr durchmischtes Publikum, im Normalfall gibt es mindestens so viele Touristen wie Einheimische auf der Tanzfläche. Die Auswahl ist enorm. Man kann «classy» (zum Beispiel in einer der unzähligen Rooftop-Bars), richtig wilde Partys (im Soi-11-Club-Distrikt), wie auch «trashy» Nächte (unzählige kleine Clubs oder freakige Karaoke-Bars) verbringen und beides bis zur Grenze ausloten, wenn man möchte.

Bangkok ist auch bei mir persönlich definitiv einen Besuch wert.

9. Buenos Aires

Diese Stadt wird auch «Paris des Südens genannt». Hier gehört das komplette Paket zum Programm, mit exquisitem Dinner vorab und dann Party bis zum Morgengrauen. Mindestens. Denn auch wenn die Sonne schon wieder durchbricht, gibt es noch eine Afterparty, welche einen Besuch wert ist. Auch an einem Mittwoch. Neben internationalen Star-DJs ist bei den Einheimischen auch Rock-Musik sehr beliebt. 

Jetzt, da ich relativ nahe wohne, werde ich diese Stadt mit Sicherheit im 2016 genauer unter die Lupe nehmen.


8. Las Vegas

Dass sich die Stadt der Sünden auf dieser Liste wiederfindet, überrascht wohl niemanden. In keiner amerikanischen Metropole kann man so ausschweifend Party machen. Las Vegas ist absolut massentauglich und geht sehr gerne mit den Trends. Nach einer langen EDM-Phase ist momentan wieder Hip Hop angesagt. Die Clubs lassen sich nicht lumpen und allein schon wegen Design und Lichttechnik ist eigentlich jeder einzelne einen Besuch wert. Wer es nicht kommerziell mag, kann aber auf eine der unzähligen Bars ausweichen, vor allem Downtown gibt es viele Abenteuer zu erleben.

Ich arbeitete gerade zum 16. Mal in Las Vegas und es ist noch immer spannend und weit entfernt von langweilig.

7. Montreal

Diese Stadt in der Liste zu finden, hat mich sehr gefreut. Denn auch in meinen Augen ist es eine der coolsten Städte in Nordamerika, aber bis anhin noch relativ unentdeckt von der Öffentlichkeit. Etwas aber muss der Tourist beachten: Im Winter herrschen arktische Temperaturen und ein Besuch ist nicht sehr empfehlenswert. Im Sommer hingegen gibt es richtig coole Festivals und auch die Clubs haben einiges zu bieten, sieben Tage die Woche. Auch in kommerziellen Clubs herrscht ein gewisses Niveau, was Musik betrifft, und schlechte DJs werden vom Publikum nicht geduldet.

Montreal ist eine meiner persönlichen Lieblingsstädte zum Auflegen.

6. Barcelona

Die erste Regel für Barcelona-Touristen lautet: Treibe dich nicht an der Promenade La Rambla herum. Zumindest nicht in der Nacht und niemals, wenn du auf der Suche nach einer stylischen Party bist. Vor zwei Uhr morgens sollte man nicht unbedingt in einem Club auftauchen, denn vorher sind weder die Einheimischen noch der DJ anwesend. Die meisten Top-Clubs findet man übrigens im nördlichen Teil der Stadt. Musikalisch eher elektronisch eingestellt, aber es gibt auch richtig gute Clubs für Urban oder jegliche Underground-Sparten.

Im Frühling für ein verlängertes Wochenende immer eine super Wahl.

5. London

Hier spielt es nun wirklich keine Rolle, welcher Tag gerade ist, denn Wochenendstimmung herrscht 365 Tage im Jahr. Musikalisch ist London immer ein Erlebnis und vielen anderen Städten weit voraus. Ohne Beziehungen ist es teilweise etwas schwierig, in einen Top-Club zu gelangen - oder man muss extrem lange anstehen. In London empfiehlt es sich, vorab vieles zu organisieren und die ganz spontanen Ausflüge lieber auf Restaurants zu beschränken. Auch ist der Ausgang im Vergleich mit anderen Top-Destinationen etwas teurer, aber dafür darf man erstklassigen Service erleben. Sollte es mit keinem Club klappen, kann man immer einen lustigen Abend in einem Pub verbringen. Das hat definitiv auch was.

London ist immer eine Inspiration und man kann sich auch mal in schrille Klamotten werfen, ohne schräg angeschaut zu werden.

4. São Paulo

Juhu, mein neues Daheim hat es in die Top Fünf geschafft! Wenn man an Brasilien denkt, dann sprechen die meisten Leute von Rio. Partytechnisch ist São Paulo aber viel diversifizierter und ich habe noch nirgendwo ein Publikum erlebt, welches so partyfreudig ist. Mein erstes Erlebnis war in einer Bar an einem Sonntagabend und die Stimmung war so elektrisierend und ausgelassen wie ich es auch an einem Wochenende noch selten erlebt hatte - egal wo auf der Welt. Trotzdem sind die Leute unglaublich freundlich und anständig. Musikalisch ist man hier auf dem Laufenden und es gibt wirklich für jeden noch so ausgefallenen Geschmack etwas. Der einzige Nachteil in diesem Asphaltdschungel ist, dass man als Tourist schwerlich die Hotspots findet, denn Werbung haben diese nicht nötig.

Alle, die eine Reise in meine neue Heimat planen, dürfen sich gerne bei mir Tips einholen.

3. New York

Lange war es wieder etwas ruhiger um die Stadt, die angeblich niemals schläft. Momentan geniesst New York aber wieder etwas mehr Aufmerksamkeit und ist in der Beliebtheitsskala wieder vorne dabei. Obwohl die meistens Clubs spätestens schon um drei Uhr dicht machen, scheint New York trotzdem wieder zum Ausgangs-Hotspot zu werden. Dies wahrscheinlich wegen der Vielfalt an Clubs, ausgefallenen Bars, Broadway-Shows, Konzerte und sogar Shopping für Nachteulen liegt um den Times Square drin. Selbstverständlich kann man auch hier an jeden Tag der Woche Party machen.

Hier übertrumpft guter Style den Glamour und das macht richtig Spass.

2. Berlin

Für uns Schweizer war dies schon immer eine sehr beliebte Destination, nun kommt sie aber auch bei Touristen von weit her auf den Plan. In Berlin kann man nicht nur jeden Tag, sondern eigentlich zu jeder Uhrzeit abtanzen. Hier findet man auch an einem Sonntagmorgen um neun noch eine grosse Schlange vor einem Club oder gewisse Clubs haben sogar Betten im Angebot, falls sich ein Partygast mal kurz ausruhen möchte. Kein Ort der Welt (ausser folgender auf Platz 1) kann hier mithalten. Ungeschlagen ist hier wohl auch das Preis/Leistungsverhältnis - in Berlin findet man grandiose Drinks schon für einen Euro. Zudem muss man sich nicht unbedingt rausputzen. Im Gegenteil. In gewisse Clubs kommt man nicht rein, wenn man zu chic angezogen ist. Sehr sympathisch. Sprachprobleme fallen hier grösstenteils auch weg und man verliert nicht viel Zeit mit Reisen.

Wer sich noch nie in Berlin ausgetobt hat, sollte dies im 2016 tun!

1. Ibiza

Auch dieses Jahr ungeschlagen auf dem ersten Platz. Viele Leute munkeln, dass die Partyinsel etwas nachgelassen und auch an Charme eingebüsst hat. Trotzdem besagt unsere Liste, dass es einfach ein Muss ist für jeden Partygänger, zumindest einmal im Leben dort gewesen zu sein. Ibiza - der Ort, an dem alle Clubbing-Phantasien wahr werden.

Was soll man da noch dazu sagen...

Ich für meinen Teil hätte noch ein paar andere Städte zur Liste hinzugefügt - aber vielleicht schaffen es diese das nächste Mal. Bis dahin können alle Reisefreudigen die Ziele 2016 abklappern und bestimmt viel Spass damit haben.

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