Familiensache in der «Schönegg» Spass für Gross und Klein

Mit vier Kindern im Alter zwischen 11 Jahren und 18 Monaten ist es für Familie Jacob nicht einfach, ein Freizeitprogramm zu finden, das allen Freude macht. Die «Schönegg» in Wädenswil ZH bietet etwas für jeden Geschmack. 

Hin und her und her und hin. Lilani, 18 Monate, gigelet begeistert. Sie ist sichtlich davon angetan, sich zusammen mit ihren drei grossen Brüdern in der grossen Spinnennetz-Schaukel zu tummeln und vom Mami angeschoben zu werden. Den Jungs hingegen wird es bald einmal langweilig. Kein Wunder, schliesslich sind Lorin, Nael und Andris elf, neun und acht Jahre alt. Da zählt Schaukeln nicht mehr zu ihren bevorzugten Tätigkeiten.

Ein Glück, dass das Restaurant Schönegg hoch über dem Zürichsee für jeden des sechsköpfigen Jacob-Clans etwas Passendes im Angebot hat. Nachdem Nesthäkchen Lilani den Spielplatz erkundet hat, fegt sie mit dem Bobbycar über den kleinen Vorplatz. Die drei Buben spielen eine Runde Minigolf. Danach gönnen sich auch Andy, 51, und Mara Jacob, 43, eine kleine Pause und lassen sich im Weinkeller von «Schönegg»-Geschäftsführer Andreas Schüpbach ein Glas Rotwein kredenzen.

Die Buben passen zwischendurch gern auf ihre kleine Schwester auf. «Aber sie sind ihre Brüder, nicht ihre Babysitter», betont Mara Jacob. Lilani ist ein Wunschkind. «Wir fühlten uns ohne sie nicht komplett», so Mara. «Aber nach drei Kindern, die altersmässig so nah beieinander sind, brauchte ich zwischendurch eine Pause.»

Mara Jacob arbeitet als Doula sowie als Ausbildnerin für die Geburts-Begleiterinnen. Doulas begleiten Paare während der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Zeit mit dem Baby. Sie sind eine Ergänzung zu Ärzten und Hebammen und haben keine medizinische Ausbildung. Dafür jede Menge Erfahrung. «Den Job kann ich nur dank der Unterstützung von Andy und meiner Mutter machen, die gleich gegenüber von uns wohnt», sagt sie. Denn wenn bei ihrer Kundin die Wehen einsetzen, muss die Doula los - wo immer sich die eigenen Kinder zu dem Zeitpunkt gerade befinden.

Mit roten Wangen stürmen alle vier ins Restaurant. Spielen macht hungrig. Der Kellner verteilt Kinderkarten und Stifte. Während die Erwachsenen eine Auswahl vieler saisonaler und regionaler Spezialitäten präsentiert bekommen, dürfen sich die Kids ihr Menü selbst zusammenstellen: einfach ankreuzen, was man gernhat. Hamburger mit Pommes frites und Fischstäbli? Oder der Kinder-Apéro, das sind Grissini und Kinder-Schampus. Pasta mit Schnitzel und Rüebli? In der «Schönegg» kein Problem.

Das Highlight ist aber das Dessert: Schoggifondue! Fleissig werden Früchte und Marshmallows in die flüssige Schokolade getunkt und danach in Smarties oder Nussstreuseln gebadet. «Isch fein, Lilani?» «Mmmmmh», macht die Kleine, bereits vom Ohr bis zum Nasenspitz mit Schoggi verziert.

IT-Unternehmer Andy Jacob grinst. «Wir gehen selten auswärts essen», sagt er. «Mit vier Kindern ist das einfach viel zu kompliziert. Lieber geben wir sie mal ab und gehen zu zweit. Schliesslich wollen wir das Essen geniessen.» Nicht, dass die Buben kompliziert wären, was das angeht: Andris mag am liebsten Omelette, und Naels Lieblingsessen sind Spinat-Plätzli von Findus!

Die Buben hält es nach dem Essen nicht lange auf ihren Stühlen. Bei ihnen muss immer was los sein. Was das Trio sonst so in der Freizeit treibt? Lorin spielt Gitarre und hat gerade angefangen zu rudern. Nael spielt Handball und Andris Theater. Ausserdem fischen alle drei gern. «Wir machen alles», erklärt Nael stolz. «Auch Ausnehmen. Das sieht zwar gruusig aus, ist es aber nicht.» Sagts und hastet hinter seinen Brüdern her nach draussen. Schliesslich gibt es hier noch viel zu entdecken.

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