Check-up Psoriasis: Kämpfen statt schweigen!

Schuppenflechte ist nicht nur ein medizinisches Problem, sie hat auch einen grossen Einfluss auf die Lebensqualität. Viele Betroffene getrauen sich nicht in die Öffentlichkeit. Eine neue Kampagne will das ändern.
Hände Psoriasis Schuppenflechte
© Christine Lang-Püschel / Shotshop

Viele Betroffene manövrieren sich in die soziale Isolation, weil sie ihre Krankheit verstecken wollen.

Möchten Sie wieder kurze Ärmel tragen? Sport treiben? Oder sich beim Coiffeurbesuch einfach wohlfühlen? Diese Fragen stellt die Schweizerische Psoriasis und Vitiligo Gesellschaft (SPVG) im Rahmen ihrer neuen Kampagne. Das Motto: «Gib nicht auf – bekämpfe Psoriasis!»

«Wir wollen den Betroffenen Mut machen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen», sagt Christa Inglin von der SPVG. Denn die geröteten, schuppigen und verdickten Hautstellen sind verantwortlich dafür, dass zahlreiche Patientinnen und Patienten sich lieber zu Hause verkriechen, als am Leben teilzunehmen. Was viele nicht wissen: Psoriasis ist heute gut behandelbar. «Dank neuen systemischen Wirkstoffen wie Immunmodulatoren oder Biologika, die gezielt in das Immunsystem des Menschen eingreifen, haben sich die Therapiemöglichkeiten verbessert», sagt Prof. Nikhil Yawalkar, Leitender Arzt der Dermatologie der Universitätsklinik Inselspital in Bern.

Psoriasis ist eine chronischentzündliche Hauterkrankung mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Unter anderem führt ein vermehrtes Vorkommen von Entzündungszellen in der Haut zu krankhaften Hautveränderungen, die sich durch gerötete, schuppige, verdickte, juckende und teils schmerzende Stellen auf der Haut äussern. Auch der Befall der Kopfhaut oder der Nägel ist möglich. Zudem leiden manche Betroffenen an einer sogenannten Psoriasis-Arthritis mit Gelenkbeschwerden in Form von Schmerzen und Schwellungen, beispielsweise in den Fingern oder Knien. Ganz wichtig: Die Krankheit ist zwar vererbbar, aber sie ist nicht ansteckend! Menschen mit Psoriasis kämpfen trotzdem immer noch gegen die Stigmatisierung. Viele meiden zum Beispiel öffentliche Bäder. «Werde ich vom Bademeister nach Hause geschickt, weil die Leute denken, meine schuppigen Flecken seien ansteckend? Die Folge: soziale Isolation.

Aber anstatt sich zu verstecken, wäre es wichtig, dass sich Betroffene behandeln lassen. Wer unsicher ist, kann auch den neuen Online-Test der SPVG machen. Ein paar Minuten reichen, und schon hat man eine individuelle Einschätzung plus Empfehlungen.

Machen Sie den Online-Test www.fightpsoriasis.ch

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