Mit dem Zug durch Usbektistan Auf den Spuren der legendären Seidenstrasse durch Usbekistan

Die Oasenstädte Samarkand, Chiwa und Buchara scheinen einem orientalischen Märchen entsprungen. Mit dem Sonderzug Orient Silk Road Express lassen sie sich komfortabel entdecken. 
Reisen, Sonderzug Orient Silk Road Express, Usbekistan
© Bruno Morandi/Schapowalow

Auf dem Registan in Samarkand kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Der Platz, umgeben von drei mächtigen Medresen, gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Schönheit und Schrecken liegen bisweilen nah beisammen. Wo heute Touristen vor den prächtigen Medresen (Koranschulen) rund um den weltberühmten Registanplatz Selfies verschicken, wurde im Mittelalter Gericht gehalten, und Verurteilte wurden von den Minaretten gestürzt. Längst erschallt von oben nur noch der Gebetsruf des Muezzins. Wer die 73 Stufen nicht scheut, wird auf dem Turm mit einem Panoramablick über die Dächer des 2700 Jahre alten Samarkand belohnt.

Die Oasenstadt liegt an der legendären Seidenstrasse. Auf der rund 10'000 Kilometer langen Route zwischen China und dem Mittelmeer wurden neben Seide auch Parfum, Perlen, Keramik, Gewürze, Weihrauch und Metalle transportiert. Gegenüber der eindrücklichen Nekropole Shohizinda mit ihren märchenhaft dekorierten Fassaden liegt ein Basar. Beim Streifzug durch den Markt ist der Geist des ehemaligen orientalischen Handelszentrums bis heute spürbar.

Zum Schutz vor Karawanenräubern verschanzte sich die Altstadt von Chiwa hinter einer trutzigen Mauer. Über den Lehmzinnen ragt Kalta Minor, das Wahrzeichen der Stadt. Das mit einer Höhe von nur 26 Metern unvollendete Minarett gehört zur Amin-Chan-Medrese. In den engen Gassen wird wie vor Jahrhunderten gefärbt, geknüpft, geschmiedet, gehandelt und in einer der gemütlichen Teestuben Safranoder Grüntee getrunken. Eine Besonderheit ist die Dschuma-Moschee aus dem 10. Jahrhundert. Getragen von 212 verzierten Holzsäulen und nur spärlich beleuchtet durch wenige Deckenfenster, wirkt der schummrige Raum geheimnisvoll.

Bucharas Wasserbecken dienten bis in die Sowjetzeit der Trinkwasserversorgung, als Waschplatz, als Tränke. Heute sind die meisten zugeschüttet. Das künstliche Becken am Labi Hauz wurde belassen, da es von drei Medresen aus dem 17. Jahrhundert umgeben ist. Im Schatten uralter Maulbeerbäume lässt sich bei einem Wodka das bunte Völkergemisch Usbekistans beobachten. Vorsicht: Im Gegensatz zum Tee, den man nur halbvoll einschenkt (um zu signalisieren: ich habe Zeit für dich), scheinen sich die Wodkagläser wie von selbst zu füllen.

Der Kluge reist im Zuge Der Orient Silk Road Express ist die bequemste Art, die Städte entlang der Seidenstrasse zu bereisen. Das rollende Hotel bietet vier Kabinenkategorien, zwei Restaurants, und es fährt durch Wüsten, an riesigen Baumwollfeldern und einsamen Dörfern vorbei. Wer die gesamte Strecke bucht, den führt der Zug von Aschgabad nach Almaty, wo das Märchen aus 1001 Nacht nach 12 Tagen und 3450 Kilometern zu Ende geht.

Check-in
Nächste Reisedaten 30. 3.–12. 4./11. 4.–24. 4. 17 Preise ab CHF 3975.– (p. P., ohne Visa) Reiseprogramm www.lernidee.de Buchen bei Kira Reisen, Tel. 056 200 19 00 Nicht verpassen Besuch der einzigen Oper Zentralasiens in Taschkent Teezeremonie und Wodkaprobe überall im Land Shopping Seidenteppiche oder Schals aus Samarkand Beste Reisezeit April/Mai und September/Oktober