Natur pur: Nordfriesisches Wattemeer Weite, Wind und Velofahren

Abgeschiedenheit und schier endlose Weite: Die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer dienen Zugvögeln als Zwischenstopp. Ein Paradies für Ruhesuchende und Naturliebhaber.
Herausragend: Die Leuchttürme prägen die karge Heidelandschaft.
Herausragend: Die Leuchttürme prägen die karge Heidelandschaft.

Schwimmende Träume» werden sie auch genannt. Das Bonmot des deutschen Dichters Theodor Storm kommt nicht von ungefähr. Vom Meer umspült, manchmal gar überspült, liegen die Halligen inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vor der deutschen Nordseeküste. Nur fünf der zehn Inseln sind permanent bewohnt und touristisch erschlossen. Als Biosphärenreservat und zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer gehörend wird Naturschutz und Nachhaltigkeit hier grossgeschrieben.

Himmel, frische Luft und Meer, so weit das Auge reicht – und wenig Menschen. Langeness ist mit 10 Kilometern Länge, 120 Bewohnern und 18 künstlich aufgeschütteten Erdhügeln die grösste Hallig. Die sogenannten Warften schützen Gebäude, Mensch und Tier vor den herbstlichen Sturmfluten, denn Dämme gibt es auf diesen Marschinseln traditionellerweise nicht. Dafür Natur pur. Neben Angeln, Reiten, Velofahren und entspanntem Wolkenzählen ist eine Wattwanderung unbedingt zu empfehlen. Barfuss und mit kundigem Führer (beim Hotel zu buchen) ist der Spaziergang über den während der Ebbe freien Meeresboden ein besonderes Erlebnis. Das Highlight der Vogelliebhaber: Im Oktober und von März bis Mai rasten riesige Schwärme von Ringelgänsen auf der Insel.

Ruhe und Luxus verbinden sich im «Anker’s Hörn», dem ersten Viersternehotel auf einer Hallig. Neben hübschen Zimmern und einer Sauna mit Meerblick gibts auch Elektrovelos und für «Zuckersnuuten» selbst gemachten Eierlikör-Kuchen. Wie einfach hingegen das Leben auf einer Hallig vor 260 Jahren ausgesehen hat, ist im Kapitän-Tadsen-Museum anschaulich dokumentiert.

Sandstrände, Dünen und majestätische Kliffe locken auf die Nachbarinsel Sylt. Mit der Ruhe ist es hier allerdings vorbei. Auf Deutschlands beliebtester Insel ist im Sommer kaum ein Bett frei. Dafür gibt es hervorragende Restaurants. Eines der besten: das historische Hotel Fährhaus in Munkmarsch. Geheimtipp: Chef’s Table, ein Gourmetmenü mit Blick in die Küche von Zwei-Sterne-Koch Alexandro Pappe.

Check-in:

  • Anreise Täglich ab Zürich mit Air Berlin nach Sylt, dann weiter mit dem Schiff
  • Attraktives Angebot Nordsee-Insel-Hallig-Festland-Hopping, 6 Übernachtungen, inkl. Dinner und Frühstück, Hallig-Exkursion, Fahrradtour, EUR 432.– p. P., www.nordseehopping.de
  • Hotel Auf Langeness: «Anker’s Hörn», DZ ab EUR 99.–, www.ankers-hoern.de; auf Sylt: 5-Sterne-Hotel Fährhaus, DZ ab EUR 228.–, www.faehrhaus-hotel-collection.de, Hotel Budersand, DZ ab EUR 320.–, www.budersand.de
  • Restaurant Fährhaus Munkmarsch auf Sylt (2 Michelin-Sterne) Tel. +49 465 19 3970
  • Infos www.nordseetourismus.de