13. Februar 2010 Sie haben es sich verdient

Was für ein Start in den Tag: Eine richtige Suite, ein Butler - und das alles für null Komma null Franken!

Alejandro Velert mit Bundespräsidentin Doris Leuthard.
© Hervé Le Cunff

Nein, Hervé und ich sind wahrlich keine Frühaufsteher. Man kann noch so lange in der Schweiz leben: Den Stallgeruch, in unserem Fall sind das die mediterranen Wurzeln, wird man nie los. Bei Hervé geht das sogar so weit, dass er prinzipiell keine Bilder schiesst, wenn er nicht vorher einen Kaffee getrunken hat.

Trotzdem waren wir heute Morgen schon um halb Sieben unterwegs zu unserem Acht-Uhr-Termin mit Doris Leuthard. Der Grund: Fürs Interview stellte uns das Renaissance-Hotel eine Suite zur Verfügung. Obwohl wir (bekannterweise) keine Gäste des Hauses waren und auch die Bundespräsidentin in einem anderen Hotel logierte.

Und so liessen wir uns im 19. Stock des «Renaissance» bereits kurz nach sieben von unserem persönlichen Suiten-Butler einen Kaffee und ein wenig Frühstück servieren. Manuel, so hiess unser Diener mit mexikanischen Wurzeln, wollte sich aber leider nicht fotografieren lassen. Frage mich, ob er wohl eine gültige Arbeitsbewilligung hat…

Uns eigentlich auch egal, wir hatten dann ja ebenfalls zu arbeiten. So ein Interview mit der Bundespräsidentin ist schliesslich kein Kaffeekränzchen. Schon gar nicht, wenn man nur Sport-Redaktor ist und seit Bekanntgabe des Termins etwa 14-mal gefragt worden ist, ob man sich das wirklich zutraue. (Kurze Zwischenbemerkung: Ich würde gerne ausdrücken können, wie ich mich fühle. Wenn jemand also das Gegenteil von Mitarbeiter-Empowerment kennt, bitte unten einen Kommentar hinterlassen).

Frisch gestärkt haben wir den Termin souverän über die Runden gebracht. Mehr noch: Ich habe der Bundespräsidentin sogar beigebracht, wie sie nächste Woche in Madrid den Namen ihres Spanischen Amtskollegen José Luis Rodríguez Zapatero aussprechen muss. Unsere erste Señorita ist wirklich krass, sie hat nur zwei Versuche gebraucht, um wie eine Spanierin zu klingen!
 

Alejandro Velert ist Sportredaktor der Schweizer Illustrierten und verfolgt die Olympischen Spiele gemeinsam mit Fotograf Hervé Le Cunff live vor Ort in Vancouver.

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Kommentare

diane
13. Februar 2010 - 15:24

ich würde sagen: Mitarbeiter-Entmutigung oder einfach In-den-Boden-stampfitis. :)

Weiterhin viel Spass in Vancouver!

 
 

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