Leidet Millionenerbe Carl Hirschmann tatsächlich an einer neurologischen Störung? Lassen sich so seine Eskapaden erklären? Dr. Samuel Stutz sagt nein.
Carl Hirschmann Dr. Stutz: «Eher unreif als krank»
Carl Hirschmann, 29, soll an einer neurologischen Störung leiden, bei der er seine Emotionen nur dank Medikamenten unter Kontrolle halten könne. Dies sagte der Millionenerbe gestern im Interview mit TeleZüri. Ist er wirklich krank? Laut Dr. Samuel Stutz wohl eher nicht.
«Ich stelle keine Ferndiagnosen. Aber ich habe Zweifel, dass eine Krankheit für sein Verhalten verantwortlich ist», sagt der Arzt und frühere Psychiatrie-Angestellte gegenüber SI online. Er vermutet, dass Carl Hirschmann die nötige Reife fehle. «Er machte im Interview einen unsicheren Eindruck, nach Halt suchend und enorm egozentriert», urteilt Dr. Stutz. «Sehr unerwachsen für einen 29-Jährigen.»
Entgegen dieser Einschätzung sagte Carl Hirschmann gegenüber TeleZüri, er leide an einer neurologischen Erbkrankheit. Seine Emotionen seien starken Schwingungen ausgesetzt. «Die Neuronen in meinem Gehirn müssen mit Medikamenten stabilisiert werden.»
Redet Hirschmann von ADHS? Dafür spricht, dass er während des Interviews immer wieder den Faden verliert und unkonzentriert im Studio herumschaut. Doch Dr. Stutz zweifelt: «Ich kenne ADHS persönlich sehr gut. Für Hirschmanns Verhaltensauffälligkeiten würde ich diese Mode-Diagnose nicht verwenden.» Er vermutet, dass Hirschmann schlicht die gute Kinderstube fehle. Und fügt an: «Menschen die wirklich ADHS haben, wären froh, sie hätten die Probleme von Herrn Hirschmann.»
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