Als Amy Winehouse starb, trauerten überall auf der Welt Menschen. Doch am schlimmsten traf ihr Tod ihr Umfeld: Jetzt spricht Mutter Janis erstmals über die vergangenen Monate.
Janis Winehouse «Der verdammte Rock 'n' Roll nahm mir mein Kind!»
Tony Bennett: «Ich habe Amy gesagt, dass sie stirbt»
Die US-Musiklegende Tony Bennett, 85, nahm mit Amy ihren letzten Song auf. Bei Blick.ch erinnert er sich: «Sie war sehr gut vorbereitet und während der Aufnahmen schien sie nüchtern. Doch der Song heisst «Body And Soul» und ich spürte, dass mit ihrem Körper und ihrer Seele etwas nicht stimmte. Es ging Amy nicht gut, doch sie gab sich Mühe, das zu überspielen.»
Schliesslich habe er auch mit Amy darüber gesprochen. «Ich habe ihr gesagt, dass sie stirbt, wenn sie weiter Drogen nimmt.» Vier Wochen nach diesem Gespräch erhielt Tony einen Anruf von seinem Sohn. Amy war tot. «Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Sie hatte so viel Talent und war eine ausgesprochen liebenswürdige Person. Und dann stirbt sie mit nur 27 Jahren.» Er habe sich gefragt, wie er ihren Tod hätte verhindern können: «Doch irgendwie waren alle machtlos.»
Am 14. September wäre Amy Winehouse 28 Jahre alt geworden. Sie hätte ihren Geburtstag weder mit einer Party gefeiert, noch hätte sie Kuchen gegessen oder Kerzen ausgeblasen, sagt ihre Mutter Janis der «Bild am Sonntag». Erstmals seit dem Tod ihrer Tochter am 23. Juli 2011 spricht Janis Winehouse über Amy, über ihre Musik und über die eigene Trauer. «Seit sie gestorben ist, habe ich ihre Musik nicht mehr gehört», sagt Janis. «Das wäre zuviel. Das sind ja nicht einfach Lieder. Das ist sie. Das bräche mir das Herz.»
Einen Tag vor Amys Tod traf Janis sie zum Mittagessen. Gemeinsam schauten sie alte Bilder an, sprachen über Haare und Klamotten. «Sie war voller Leben, voller Pläne», erinnert sich Janis. «Sie war emotional absolut im Plus.» Umso mehr schockierte sie die Nachricht von Amys Tod. Janis' Lebensgefährte Richard nahm das Telefon am, «dann kam er und sagte zu mir: «Amy ist gestorben.» Aber ich glaubte es nicht», erzählt Janis. Lange realisierte sie nicht, was eigentlich geschehen war, bis sie Amys Leichnam beim Gerichtsmediziner sah. «Sie sah aus, als würde sie schlafen. Es war ein irgendwie vertrautes Bild. Es erinnerte mich an Amy als Mädchen, als sie immer nicht aufstehen wollte. Als ich vor ihrem Bett stand und rief: «Amy, steh auf, steh auf, du musst zur Schule.» Und so lag sie da. Das hatte was Beruhigendes, Normales.» Bis heute ist Amys Todesursache unbekannt, Drogen- und Alkoholkonsum konnten ausgeschlossen werden.
Janis weiss, dass die Musik das Produkt von Amys Leben gewesen war. «Ihr Leben und ihre Person mit all den Schwächen, Verirrungen, ungesunden Negungen erzeugte ihre Musik», sagt Janis. «Nicht umgekehrt. In der Musk war sie bei sich.» Amy habe immer getan, was sie wollte. Ihre Mutter glaubt gar, dass sie sich für den Tod mit 27 entschieden habe. «Ihr Leben konnte kein anderes Leben sein. Es gab keinen anderen Weg für sie.» Und dennoch: «Der verdammte Rock 'n' Roll hat mir mein Kind genommen.»
Amys letzter Song «Body & Soul». Sie nahm ihn kurz vor dem Tod mit Tony Bennett auf:
Alles zum Leben und dem frühen Tod von Amy Winehouse - im Dossier von SI online.
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