Charlene Wittstock Büffeln für die Hochzeit mit Fürst Albert

Was für eine Cinderella-Story: Charlene Wittstock wächst in der Agglomeration von Johannesburg auf, schafft es als talentierte Schwimmerin bis zu den Olympischen Spielen und wird nun die Frau des Fürsten von Monaco. Im Sommer 2011 steht die Hochzeit an - und bereits jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Denn es gilt, die bürgerliche Charlene palasttauglich zu kriegen.

Charlene Wittstock

Sie bereitet sich auf ihre Fürstenrolle vor: Charlene Wittstock.
© Dukas

Es ist noch keine Fürstin vom Himmel gefallen - und so muss sich auch Charlene Wittstock, 32, als zukünftiges Mitglied der monegassischen Fürstenfamilie in ihre Rolle hineinfühlen. «Tief in meinem Herzen ist Monaco bereits heute meine Heimat», sagt die Südafrikanerin in der Zeitschrift «Bunte». Doch das Heimatgefühl allein macht aus der Verlobten von Fürst Albert, 52, noch lange keine Grimaldi.

Diesen Status erreicht man nur durch harte Arbeit. Bereits kurz nachdem die ehemalige Profischwimmerin Albert an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney kennenlernte, begann sie, Französisch, zu pauken. Seit der Verlobung vor drei Wochen wird sie nun hochoffiziell auf ihr Amt vorbereitet. «Ich lerne jeden Tag Neues über die verschiedenen Gebräuche im Fürstentum, über die Palastregeln, das Protokoll und die Gesetze.»

«Gibts denn da viel zu lernen?», will SI online von Andy Englert, stv. Chefredaktor der deutschen Illustrierten «Frau im Spiegel», wissen. «Das Protokoll im Fürstentum Monaco ist im Vergleich zu den grossen Königshäusern in Schweden oder Spanien noch überschaubar. Natürlich wird sich Charlene Wittstock zum Beispiel mit den explizit monegassischen Feiertagen auseinandersetzen müssen, deren Bedeutung und Zeremoniell sie als künftige Fürstin verstehen muss», sagt Royal-Experte Englert. Jedoch gäbe es in Monaco keine formellen Zwänge, vor denen eine kosmopolitische Frau wie Charlene angstvoll erstarren müsse. «Höfische Protokolle werden mehr und mehr zu Historie, fast einer Art royaler Folklore, die in der tatsächlichen Realität nicht mehr von so entscheidender Bedeutung sind.»

Auch ein hinter der Herrscherfamilie stehender Hochadel, unter dessen strenger Beobachtung beispielsweise Letizia von Spanien leide, lauere in Monaco nicht. «Man kann also sagen, Charlene wird es in Sachen Hofprotokoll etwas lockerer haben als Bürgerliche, die in andere Königsfamilien einheiraten.»

Schwierig wirds dafür bei der Religionsfrage. Charlene ist Protestantin, Monacos Staatsreligion der Katholizismus. «Fürst Albert wuchs in einem sehr katholischen Umfeld auf. Seine Familie pflegt seit jeher gute Beziehungen zum Vatikan. Charlene wird mit Sicherheit vor der Hochzeit konvertieren», sagt Englert. Und vermutet: «Ich denke, dass ihr ein geistlicher Ratgeber zur Seite gestellt wird, der sie in den Katholizismus einführt.»

Trotz aller Anstrengungen: Charlene Wittstock ist «sehr glücklich und immer noch tief bewegt» über ihre Verlobung mit Fürst Albert. Sie fühle sich ihm tief verbunden, sagt sie. «Wir haben eine gemeinsame Passion für den Sport. Wir haben uns ja auch beim Sport kennengelernt. Ausserdem sind wir beide Menschenfreunde, wir helfen gern.»

Letzeres wird Charlenes grosse Aufgabe in der monegassischen Fürstenfamilie sein, meint Royal-Experte Englert. «Bis zur Hochzeit wird man geeignete Charitys und Projekte finden, deren Schirmherrschaft Charlene in Zukunft übernehmen kann.»

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