Roman Polanski Er war am Konzert seiner Frau in Montreux

Roman Polanski liebt die Schweiz noch immer. Nur sechs Tage nach der Aufhebung seines Hausarrests in Gstaad liess sich der Regisseur bereits wieder hierzulande blicken: Am Samstagabend besuchte er das Konzert seiner Frau Emanuelle Seigner am Jazzfestival Montreux.

Roman Polanski und Ehefrau Emmanuelle Seigner

Die französische Sängerin und Schauspielerin Emmanuelle Seigner gab am Abschlussabend des 44. Jazzfestivals von Montreux ein Konzert. Ihr Ehemann Roman Polanski sass im Publikum.
© HO

«Ich möchte mich bei meinen vielen Freunden bedanken, die mich in diesen langen Monaten unterstützt haben», sagte Roman Polanski, 76, in seinem ersten Interview nach Aufhebung des Hausarrests im Westschweizer Fernsehen.

Nur sechs Tage nach seiner Freilassung kehrte der Regisseur in die Eidgenossenschaft zurück, um am Samstagabend ein Konzert seiner Frau am Jazzfestival Montreux zu sehen. Bei dieser Gelegenheit versicherte er, trotz seiner Verhaftung keine negativen Gefühle für die Schweiz zu hegen. «Ich liebe dieses Land noch immer.»

Anfang Woche hatte die Schweizer Justiz ein Auslieferungsgesuch der USA für Polanski abgelehnt. Er durfte sein Chalet in Gstaad verlassen - und war nach zehn Monaten zum ersten Mal wieder frei. «Mein Sohn hat mir die Fussfessel persönlich abgenommen», sagt der Regisseur. «Ich hätte die Fessel auch selber abstreifen und fliehen können.» Aber daran habe er nie gedacht.

Polanski war im vergangenen September auf Veranlassung der amerikanischen Justiz bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden. Er hatte 1977 zugegeben, in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben - ist danach jedoch aus dem Gefängnis geflohen.

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Kommentare

Yasmin Merkel
17. August 2011 - 4:19

Lieber Edi Schwager, Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert und meinten beim ersten Mal natürlich auch Jazz und nicht Jass. Herzliche Grüsse, SI online

 
 

EdiSchwager
16. August 2011 - 21:29

Peinlich, peinlich, im Artikel heisst es erst: "am Jassfestival Montreux"; weiter unten dann: ein "Konzert seiner Frau am Jazzfestival Montreux".
Ich war selber mal Korrektor und wette, dass diese Fehler nicht auf deren Mist entstanden.
Aber Fehler sind menschlich und legitim, und man steht dazu. Ob auch die SJ diese Gesinnung vertritt, werde ich bald sehen.

 
 

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