Diese Medaille steht für mehr als Freiheit Barack Obama bringt Ellen DeGeneres zum Weinen

Sie ist nicht nur unglaublich lustig, sie engagiert sich auch für die Rechte von Schwulen und Lesben, setzt sich für Gleichberechtigung ein. Mit ihrer Art inspiriert sie Millionen von Menschen. Und genau dafür wurde Ellen DeGeneres geehrt. Bei der Übergabe der Medaille flossen die Tränen.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag herausragende Persönlichkeiten mit der «Medal of Freedom» geehrt. Darunter Hollywood-Stars wie Robert De Niro, Tom Hanks und Robert Redford, aber auch Bill Gates und seine Frau oder Bruce Springsteen bekamen die höchste zivile Auszeichnung für ihr Engagement verliehen.

Ein Moment geht dabei besonders unter die Haut. Die Moderatorin Ellen DeGeneres, 58, steht neben Obama, als vorgetragen wird, was ihre Verdienste sind. «Ihr Mut und ihre Offenheit haben geholfen, die Einstellung von Millionen von Amerikanern zu ändern. Immer und immer wieder hat uns Ellen DeGeneres gezeigt, dass eine einzelne Person die Welt in einen lustigeren, offeneren Ort voller Liebe verwandeln kann - so lange wir einfach weiterschwimmen.»

Während dieser Worte schauen sich Obama und DeGeneres an, er streichelt ihr den Arm und dann kann sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, Obama war auch immer gern gesehener Gast in der «The Ellen DeGeneres Show». Jetzt hat der Präsident seiner Freundin die Freiheits-Medaille um den Hals gelegt, die für viel mehr steht als der Name vermuten lässt.

«Man machte viele Witze über mich»

Ellen startete ihre Karriere vor über 30 Jahren. 1997 outete sie sich als homosexuell - und setzte damit ihre Karriere aufs Spiel. Ihr Coming Out fand gleichzeitig mit dem ihres Alter egos der Serie «Ellen» statt, die erste lesbische Serienfigur überhaupt. Das sorgte für Furore und wurde von konservativer Seite und der Kirche harsch kritisiert. Ein Jahr später wurde die Serie abgesetzt.

Erst vor kurzem sprach sie über diese schwierige Zeit. «Man machte viele Witze über mich. Über einige konnte ich lachen. Aber ich realisierte, dass am anderen Ende des Witzes eine Person steht. Es ist grausam. Ich habe gemeine Comedy noch nie gemocht und das wurde für mich später immer wichtiger», sagte sie zum «Out Magazine». Für DeGeneres folgte eine Zeit der Unsicherheit und Selbstzweifel. Erst im Jahr 2003 ändert sich alles. «The Ellen DeGeneres Show» läuft seit 2003 und hat schon 57 Emmys gewonnen, 9 davon in der Kategorie «Outstanding Talk Show».

Was Ellen ausmacht: Sie ist eine der witzigsten Frauen der Welt und zwar ohne, dass sie sich über andere lustig macht. Trotzdem macht sie deutlich, was in unserer Welt falsch läuft. Gleichberechtigung ist ein Thema, das ihr am Herzen liegt. Legendär ist ihr Monolog über den «Kugelschreiber für die Frau».

Ellen ist authentisch in allem, was sie sagt oder tut - sowohl in ihrer Show als auch privat. Seit 2004 ist sie mit der Schauspielerin Portia de Rossi, 43, zusammen. 2008 heirateten die beiden. Die Liebeserklärungen an ihre Frau wirken alles andere als aufgesetzt oder künstlich. Im Gegenteil: Ellen gibt einem das Gefühl, dass es in dieser Welt echte Liebe und Hoffnung gibt - und wir sollten uns alle eine Scheibe von ihr abschneiden. 

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