«Es gibt keinen Grund, traurig zu sein» Nach Arm-Amputation: Stuntfrau ist zurück im Leben

Nach ihrem schweren Unfall am «Resident Evil»-Filmset folgte ein langer Kampf zurück ins Leben für Olivia Jackson. Jetzt erzählt die Stuntfrau, warum sie trotz der Folgen ihrer Verletzungen keinen Grund zum Klagen findet.
Olivia Jackson Unfall Instagram Stuntfrau
© via Instagram.com

Ein halbes Jahr nach dem Unfall wurde Olivia Jacksons verkümmerter Arm amputiert.

Sie hat den Horror schlechthin überlebt: Beim Einsatz als Stuntfrau für Schauspielerin Milla Jovovich in «Resident Evil» crashte Olivia Jackson mit dem Motorrad in einen Metallkran. Die 35-Jährige lag zwei Wochen im Koma, nachdem sie diverse Brüche und Quetschungen erlitten hatte. Im Juni 2016 musste der Stuntfrau der linke Arm amputiert werden, ihr Mann David dokumentiere den Überlebenskampf seiner Frau via Instagram.

Ihr Mann ist es auch, der Jackson jeden Tag unterstützt. «David hat mich aufgefangen, er sagt mir jeden Tag, wie schön ich bin und das hat mich mindestens so sehr geheilt wie all die medizinische Pflege», sagt sie im Interview mit dem «Sunday Mirror». Dass Olivia den schweren Unfall überhaupt überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Und zeugt vom unerschütterlichen Willen der Frau. «Es gibt keinen Grund, traurig zu sein, das lässt meinen Arm nicht wieder wachsen», sagt sie etwa zum neuen Lebensumstand.

Der neue Alltag der Stuntfrau

Mit der Hilfe ihres Mannes und Kreativität meistert Jackson ihren Alltag neu. Sie will keine Protese tragen, kocht neuerdings mit Hand und Füssen und nutzt beim Schminken auch mal ihre Zähne, um etwas zu halten. Weil beim Unfall ihr halbes Gesicht zerfetzt wurde, kaschiert sie die grossen Narben, indem sie die Haare entsprechend frisiert. Zu ihrem Tagesablauf gehören neu statt Stunts Physiotherapie mit Schwimmen oder Reiten.

Trotz des grossen Optimismus, auch Jackson hat ihre schlechten Tage. Manchmal, wenn sie ihren Armstumpf im Spiegel sehe, überkomme sie Traurigkeit, sagt sie. Aber für die Britin steht nach ihrem abrupten Karriere-Aus fest: «Ich weiss, dass ich neue, bessere Dinge erreichen kann - einfach in einer anderen Form.»

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