«Wetten, dass..?» Trotz Lästerei: Das Format in die USA verkauft

Nach der anhaltenden Kritik an «Wetten, dass..?» und dessen Moderator Markus Lanz kann die Show endlich wieder punkten. Und zwar ausgerechnet in den USA: Ein amerikanischer Produzent hat die Formatrechte erworben. 
1. Wetten, dass: mit Markus Lanz
© Getty Images

Auch schlechte Werbung ist Werbung: Ein amerikanischer Produzent interessiert sich für das Format «Wetten, dass..?».

Es steht nicht zum Besten mit Europas grösster TV-Show: Die Kritik am «Wetten, dass..?»-Konzept und Moderator Markus Lanz, 44, wird von Sendung zu Sendung lauter, namhafte Gäste aus dem Showbusiness lästern öffentlich. So haben sich nach Tom Hanks kürzlich auch noch Robbie Williams und James Blunt beschwert, die Sendung sei schmerzhaft und viel zu lang.

Doch längst nicht alle haben die Show abgeschrieben. Soeben gab ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs laut Dwdl.de bekannt, dass ein US-Produzent Interesse am Format zeigte und die Rechte erworben hat. Mehr wollte er dazu aber noch nicht verraten. Dass ausserhalb Europas die Show überhaupt einer kennt, liegt wohl daran, dass Tom Hanks und Co. nicht nur in den deutschen Medien ihrem Ärger Luft machten. Schlechte Werbung ist eben auch Werbung.

Schon einmal gab es ein amerikanisches Pendant zu «Wetten, dass..?». 2008 strahlte der Sender ABC unter dem Titel «Wanna bet?» sechs Folgen aus - die jedoch viele Abweichungen zum deutschen Vorbild vorwiesen. Nach 45 Minuten Sendezeit war der Spuk vorbei, dafür lief sie wöchentlich, und das stundenlange Plaudern auf dem Wett-Sofa blieb aus. Die Stars sagten jeweils nur, warum sie für oder gegen eine Wette setzen. Schliesslich wurde die Sendung aber eingestellt.