Rudi Assauer Das sagt er zur Trennung von seiner Frau

Ein Jahr lang begleitete ein Kamerateam den an Alzheimer erkrankten Rudi Assauer - am Dienstag wurde die Dokumentation auf ZDF ausgestrahlt. In dieser spricht er auch erstmals über die Trennung von seiner Frau Britta.

Rudi Assauer Alzheimer-Drama ZDF Volle Kanne

Rudi Assauer ist verzweifelt. Seine grösste Angst wurde Wirklichkeit: Er leidet an Alzheimer.
© Reuters

Seine Ex-Frau erhob schwere Vorwürfe, gegen Rudi Assauers, 67, Tochter und seine Anwälte. Gegenüber «Bild» sagte sie: «Sie nahmen ihn mir weg.» In der ZDF-Dokumentation «Rudi Assauer - ich will mich nicht vergessen», die am Dienstag in der Sendung «37 Grad» ausgestrahlt wurde, äussert sich auch der ehemalige Fussball-Manager zum Scheitern seiner Ehe. «Britta war nicht mehr die, die sie war. Die ganze Situation war schwierig», sagt der Alzheimer-Kranke. Die beiden seien oft in verschiedenen Dingen unterschiedlicher Meinung gewesen. Weiter erklärt Assauer: «Mit Britta ist es aus. Es hat nicht mehr funktioniert, da sagte ich: ‹Das bringt nichts mehr.›»

Wie untragbar die Situation in der Villa von Rudi und Britta Assauer war, untermalen folgende Szenen in der TV-Dokumentation: Als Tochter Bettina, 46, die beiden besucht, zeigt ihr Britta eine Puppe, die sie gekauft hatte. Und sagt dazu: «Schau dir die Frisur an, schau dir den Blick an. Die ist wie ein richtiges [Anm.d.Red: Baby].» Später lässt seine Frau den Alzheimer-Patienten nicht einmal mehr in sein Büro gehen. «Seit 14 Tagen betritt mein Chef das Büro nicht mehr», erzählt seine Sekretärin Sabine Söldner den TV-Leuten. «Rudi sagte zu mir: ‹Ich würde ja gerne, aber ich kann nicht.›» Als sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versucht habe, ihn zu erreichen, sei die Telefonleitung bei den Assauers tot gewesen.

Diese Situation brachte das Fass wohl zum Überlaufen. Bettina holte ihren Vater zu sich nach Hause. Sie kümmert sich nun um ihren kranken Vater - mit Sabines Unterstützung.

Die Verlassene will die Trennung aber noch immer nicht akzeptieren. Gegenüber «Bunte» sagt sie: «Ich liebe meinen Mann über alles. Ich bin noch nie so zärtlich und liebevoll behandelt worden wie von Rudi.» Und die einvernehmliche Trennungserklärung vom 12. Dezember 2011 habe sie unter Schock unterzeichnet. «Ich durfte kein Telefonat führen, nicht mal mit meinen Eltern.» Zudem habe sie den Raum nicht verlassen dürfen, bis sie unterschrieben habe. Über die Vorwürfe, sie sei psychisch labil, meint Assauers Ex: «Ich hatte ein langes, intensives Gespräch mit einem Professor der Psychosomatischen Abteilung einer Uniklinik.» Dieser habe ihr bestätigt, dass sie äusserst stabil sei und keiner psychologischen Hilfe bedürfe.

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