Valeska Steiner «Bei Herbert Grönemeyer geht's familiär zu»

Seit Jahren macht Valeska Steiner, 25, Musik. Unter dem Bandnamen Boy mit Sonja Glass, 34, soll der Zürcherin nun endlich der grosse Durchbruch gelingen - sogar Herbert Grönemeyer setzt auf das junge Duo. Wie hielt sie all die Jahre durch? Und wie viel Blut schwitzt sie kurz vor der Albumveröffentlichung am Freitag? SI online hat nachgefragt.
© Marcel Nöcker / Schweizer Illustrierte Bei Herbert Grönemeyer unter Vertrag: Boy. Hinter dem Bandnamen stecken Sonja Glass (l.) und Valeska Steiner.

SI online: Valeska Steiner, am Freitag erscheint ihr erstes Album. Wie unruhig schläft man so kurz vor dem grossen Tag?
Valeska Steiner: Wir sind aufgeregt und glücklich! Dieser Moment schien ganz lange so weit weg, und jetzt dauert es wirklich nur noch wenige Stunden, bis das Album erscheint. Eine schlaflose Nacht werden wir heute auf jeden Fall haben - wir werden mit allen Freunden, die an der Albumproduktion beteiligt waren, in den Release-Tag hineinfeiern. 

Das Label von Herbert Grönemeyer hat Boy unter Vertrag genommen. Er ist bei der Vertragsunterzeichnung gar höchstpersönlich dabei gewesen. Wie ist er denn so?
Er war sehr herzlich und sympathisch. Wir haben uns gefreut, dass er sich Zeit genommen hat und bei der Unterzeichnung dabei war. Diese Geste zieht sich aber wirklich durch die ganze Philosophie seiner Plattenfirma. Es geht sehr familiär zu, und wir fühlen uns gut aufgehoben und unterstützt. 

Sie machen schon lange Musik. Hierzulande sind Sie jedoch noch immer eher unbekannt. Bis jetzt: Sie und Sonja Glass werden als neue Senkrechtstarter gehandelt. Spüren Sie, dass sie nun die Lorbeeren für Ihre Arbeit ernten können?
Es ist auf jeden Fall schön, jetzt zu sehen, dass sich das Dranbleiben gelohnt hat. Aber es amüsiert uns eher, wenn wir plötzlich als Senkrechtstarter dargestellt werden, weil wir ja wirklich schon viele Jahre mit der Musik beschäftigt und unterwegs sind.

Ihr Debüt-Werk «Mutual Friends» hat ganze zweieinhalb Jahre in Anspruch genommen.
Wir haben uns viel Zeit genommen, weil es uns wichtig war, ein Album herauszubringen, mit dem wir wirklich zufrieden sind. Zudem sind wir während der letzten Jahre auch viel getourt und haben uns ein tolles und treues Live-Publikum erspielen können. 

Haben Sie während Ihrer langen Schaffenszeit auch ab und an ans Aufgeben gedacht?
Es gab vor ungefähr einem Jahr eine unangenehme Zeit, in der Sonja und ich auf Reaktionen von Plattenfirmen warteten und viele Absagen bekamen. Aber wir haben immer an die Sache geglaubt und wollten es nur schon für uns selber durchziehen. Es hilft, zu zweit zu sein, wenn man so ein Ziel verfolgt. Wenn die eine gezweifelt hat, konnte die andere trösten und motivieren.

Welche Ziele möchten Sie mit Boy erreichen? 
Wir wollen viel spielen und freuen uns erstmal auf unsere Tour mit Band im Oktober. Es wäre schön, wenn wir eines Tages von unserer Musik leben und in vielen verschiedenen Ländern mit Boy unterwegs sein könnten.

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