«Es brauchte viel Vorbereitung» So war Nik Hartmanns USA-Trip mit Sohn Melchior

Einfach mal spontan verreisen liegt nicht drin. Bei der Ferienplanung müssen SRF-Moderator Nik Hartmann und seine Frau wegen ihres behinderten Sohnes viel berücksichtigen. Das schreckt sie aber nicht ab: Diesen Sommer wagten die Hartmanns das grosse USA-Abenteuer.
Nik Hartmann mit Söhnen Constantin Frederik Melchior
© Geri Born

Nik Hartmann mit seinen Söhnen Frederik, Constantin und Melchior.

«SRF bi de Lüt» wurde dieses Jahr aus dem Sommerprogramm gekippt - für Moderator Nik Hartmann, 44, die perfekte Gelegenheit, sich einmal ausgiebige Ferien mit seiner Familie zu gönnen. «Wir müssen etwas Grosses machen», habe er zu Hause gesagt, schildert er im «Blick»-Interview. «Meine Frau Carla ist da immer etwas zurückhaltender.»

Kein Wunder: Mit ihrem siebenjährigen Sohn Melchior zu verreisen, ist eine besondere Herausforderung. Der Junge leidet seit seiner Geburt an einer zerebralen Behinderung. «Es brauchte viel Vorbereitung.» Nur schon der zwölfstündige Flug in die USA sei ein Fragezeichen gewesen. Doch Melchior habe ihn hervorragend gemeistert. «Auch die langen Fahrten.»

Drei Wochen lang nahmen sich Nik Hartmann, seine Frau Carla und ihre drei Söhne Zeit, um von San Francisco die Westküste hinunter nach San Diego zu fahren. «So eine Reise macht man ja nicht jedes Jahr. Deshalb wohnten wir in geräumigen Hotels, hatten ein grosses Auto», so der Radio- und TV-Mann. Und fügt an: «Die USA sind übrigens Behinderten gegenüber sehr freundlich.» Die Aufwand hat sich gelohnt: «Awesome» sei der dreiwöchige Trip gewesen - inklusive vielen saftigen Hamburgern.

Zurück in der Heimat ruft die Arbeit wieder: Diesen Samstag startet die neue Saison mit «SRF bi de Lüt - Sommerfest» live aus Aarberg BE. Die Sendung sei «entrümpelt», sagt Hartmann. Sein «geliebtes» Sofa und die Talkrunde gibts nicht mehr, der Austragungsort und seine Bewohner stehen jetzt vermehrt im Zentrum. «Ich dachte immer, dass die Zuschauer interessiert, wenn ich so lange quatsche. Aber es ist vermutlich spannender, wenn die Gäste etwas in der Sendung tun.»

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