«Ich war nicht mehr ich selbst» Königin Katharina von Kamerun wurde verflucht!

Mit einem Facebook-Post überrascht Katharina Paholo diese Woche ihre Community. Die Königin von Kamerun wurde mit einem Voodo-Zauber belegt, wie sie gegenüber SI online erklärt.
Reine Katharina Kamerun (SRF) auf Facbeook
© via Facebook.com

Auf dem Grundstück von Katharina Paholo befand sich ein verhexter Gegenstand.

Es sind dramatische Ereignisse, die Katharina Paholo, 51, am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite schildert. Es gehe ihr wieder gut nach schweren Depressionen und gesundheitlichen Problemen, ausgelöst durch Voodoo. SI online hat bei der Königin von Kamerun, die seit über zehn Jahren in Afrika lebt, nachgefragt.

Anfang September wurde bei den Paholos - die Bernerin lebt mit ihrem Mann Marcelin und Sohn Sky im Bamileke-Gebiet Kameruns - ein Stock an der Grundstückgrenze gesetzt. Tags darauf seien bei ihr die ersten Beschwerden aufgetreten. «Meine Psyche begann sich zu verändern, eine Negativität kroch in mir hoch und ich verliess kaum noch das Haus. Das war nicht mehr ich!» Dazu kamen Magenprobleme und starker Husten. Nach und nach sei ihr klar geworden, dass da eine höhere Macht im Spiel sein müsse. «Vor einer Woche zerstörte ich den Fetisch (Anm. d. Red: Gegenstand, dem man magische Kräfte zuschreibt) und noch am gleichen Abend fiel der ganze Druck von mir ab.»

Keine Macht der schwarzen Magie

Beim verhexten Gegenstand handelte es sich um besagten Grenz-Stecken, den sie und ihr Mann anfangs nicht weiter komisch fanden. Im Verdacht hat «Reine Katharina» jetzt aber den Dorfchef, mit dem man schon länger einen Grundstückstreit hat: «Ich schickte den Fluch an den Absender zurück.»

Hokuspokus oder echte Bedrohung? Auf Facebook diskutieren Paholos Freunde eifrig. Das versteht die Schweizerin, vor allem, weil es hier um Dinge gehe, die man nicht beweisen könne. Sie erklärt aber, dass Voodo in ihrer Wohnregion, wie auch in weiten Teilen Westafrikas, an der Tagesordnung ist. Mehr noch: Auch Gift werde gerne mal eingesetzt, um seinen Wiedersachern zu schaden. Aber sie betont auch: «Mein Mann ist Heiler, wir konzentrieren uns auf positive und nicht auf schwarze Magie. Davon lassen wir die Finger.»

Jetzt, wo sie den Fluch los ist, kann die Frau, die vor Jahren mit einem SRF-«Reporter»-Team an der Seite ausgewandert ist, wieder aufatmen. Am Mittwochabend wurde noch die Wohnung ausgeräuchert, «um die bösen Geister zu vertreiben und ihnen keinen Zutritt mehr zu gewähren».