Ob Russis heutiger Popularität als TV-Kommentator oder Rennpistenbauer vergisst man fast, dass die Beliebtheit des Urners in seiner grossartigen Rennkarriere gründet. Als 20-Jähriger bestritt er sein erstes Weltcup-Rennen, einen Riesenslalom. Bei der ersten Abfahrt ein Jahr später wurde er 14.. Ohne einen einzigen Weltcup-Sieg geholt zu haben, gewann er 1970 in Gröden sensationell das WM-Abfahrtsrennen. Damit platzte der Knoten und Russi wurde auch im Weltcup regelmässig zum Podestfahrer in den Abfahrten. Zwei Jahre danach gelang ihm mit dem Olympiasieg in der Abfahrt von Sapporo die Krönung seiner Karriere. In Innsbruck gewann er 1976 nochmals Olympiasilber. Unter seinen insgesamt 10 Weltcup-Rennerfolgen ist auch einer im Riesenslalom.
VIP-Lexikon Bernhard Russi
Ex-Skirennfahrer
Bernhard Russi
Reussblickstrasse 8
5621 Zufikon/AG
Karriere
Wussten Sie, dass
Bernhard Russi versuchte sich 1978 auch als Sänger und nahm den Song "Winter isch kei Winter ohni Schnee" auf. Der Erfolg blieb bescheiden ...
Als 21-jähriger, noch mehrheitlich unbekannter Rennfahrer, stand Russi 1969 als Stuntman bei den Dreharbeiten zum James-Bond-Streifen "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" im Einsatz. Dabei stürzte er während einer Verfolgungsjagd vom Schilthorn hinunter schwer und brach sich einen Halswirbel.
Als er 1970 sensationell Abfahrtsweltmeister wurde, verdankte er dies auch seinem Trainer: Der kratzte wenige Minuten vor Bernhards Start allen Wachs vom Belag an Russis Skiern, weil die anderen, vorher gestarteten Schweizer keine Chance gehabt hatten.
Bernhard Russi liebt das Tempo in jeglicher Form: 1982 nahm er als Beifahrer an der Rally Paris - Dakar teil.
Seine erste Ehefrau Michèle Rubli, von der er geschieden war, verunglückte 1996 in einer Lawine tödlich.
Bildergalerie
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