Adolf Ogi steht für eine beispiellose Sport- und Politkarriere: Er war Direktor des Schweizer Skiverbanndes und wurde in dieser Funktion schweizweit bekannt; später amtete er als Generaldirektor bei Intersport Schweiz. 1987 wird Ogi in den Bundesrat gewählt, wo er 13 Jahre bleibt. Zunächst als Verkehrs- und Energieminister (1988-1995), dann als Vorsteher des Verteidigungs-Departements. Nach seinem Rücktritt am 18.10.2000 wird Ogi von 2001 bis 2006 UNO-Sonderbeauftrager für den Bereich Sport und erfindet den Satz: «Freude herrscht».
Ogi's Kennzeichen und Erfolgskonzept ist bis heute sein internationales Netzwerk. Amtskollegen wie Kofi Annan, Francois Mitterand oder Tony Blair lud er stets nach Kandersteg ein, zeigte seine Bergler-Heimat und schenkte als Andenken einen Bergkristall. Nach dem Rückzug aus der UNO ist er oft in seinem Elternhaus in Kandersteg. Und seit dem plötzlichen Krebs-Tod seines Sohnes Matthias im Februar 2009 spendet dieser vertraute Ort noch mehr Trost und Geborgenheit. Ogi sagt: «Mathias ist hier der hellste Stern am Himmel.»
Bei den Swiss Awards 2010 ist Ogi zusammen mit Alt Bundesrat Moritz Leuenberger in der Kategorie Politik nomiert. Ogi hatte den Bau des neuen Gotthard-Eisenbahntunnels politisch durchgesetzt. Leuenberger zog das Projekt durch. Zusammen feierten sie am 15. Oktober 2010 den Durchstich dieses längsten Tunnels der Welt.

Krebs 







Zwillinge 



