Schweizer Illustrierte Gelungene Integration!

Tagebuch von Stefan Regez, stv. Chefredaktor.

Schweizer Illustrierte Nr. 4 vom 24. Januar 2011 Tagebuch


Mister Schweiz Capraro, De Carolis, De Mattio, De Nicola, Garruti, Introvigne, Scandamarre - was nach der Aufstellung der italienischen Nationalmannschaft tönt, ist die diesjährige Kandidatenliste der Mister-Schweiz-Wahlen.

Sieben der zwölf schönsten Männer der Schweiz haben ihre Wurzeln in Italien. Nun, dass südländische Männer gut aussehen, überrascht nicht. Und der dunkle Typ dominiert auch 2011. Dass aber gleich so viele um die Nachfolge von Jan Bühlmann buhlen, ist doch bemerkenswert. Und zeugt von der gelungenen Integration dieser Zweit- und Drittgenerations-Italiener.

Ihre Schicksalsschläge, ihre Vorlieben, ihre Familien und Freundinnen - in diesem Heft erfahren Sie alles über die zwölf jungen Männer! Zudem empfehle ich Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, unser laufend aktualisiertes Mister-Schweiz-Dossier auf SI online (www.schweizer-illustrierte.ch/mister-schweiz) und unser Zusatzangebot auf dem iPad: Dort sehen Sie Michel De Carolis in einer aussergewöhnlichen 360-Grad-Fotografie und hören den jeweiligen Lieblingssong aller Kandidaten!

Marianne Barthelmy Vergangene Woche beschwerte sich ein Leser wegen unserer Geschichte über die Schweizer des Jahres, die Engel von Haiti, Rolf Maibach und Marianne Barthelmy: Es sei «absolut unfair, ja diskriminierend, dass sich der ganze Bericht nur um Dr. Maibach dreht». Wohl, weil Herr Maibach Doktor sei und Frau Barthelmy «nur» Krankenschwester.

Dem ist selbstverständlich nicht so. Marianne Barthelmy hat uns von Anfang an genauso beeindruckt wie Rolf Maibach. Zumal sie nach der Erdbeben-Katastrophe im Januar 2010 in Haiti war, Schwerverletzte rettete und das Spital leitete.

In dieser Ausgabe erzählen wir nun die Geschichte der 27-jährigen Bernerin, die immer weg wollte und dabei das Abenteuer ihres Lebens fand.

Thomas Müller Wir alle wechseln mehrmals Wohnung, Wohnort und Lebensmittelpunkt. Regelmässig auch unsere Arbeitsstelle. Selbst unsere besten Freunde kommen und gehen. Und zuweilen verlassen wir auch unsere Ehepartner. Weshalb viele gar nicht mehr von ihrem Lebenspartner, sondern - ganz nüchtern - vom Lebensabschnittspartner reden. Das ist alles akzeptiert. Normal. Okay.

Aber wehe, jemand wechselt die Partei. Dann reagiert das Umfeld mit Unverständnis. Die früheren Parteikollegen wittern Verrat. Die Wähler sowieso. Das hat Nationalrat Thomas Müller aus Rorschach SG vergangene Woche erfahren. Sein Wechsel von der CVP zur SVP hat für Irritationen gesorgt.

Wieso eigentlich? Im Leben revidieren wir unsere Meinungen hin und wieder. Wir lernen dazu. Wir erkennen neue Zusammenhänge. Unsere Lebensumstände verändern sich. Und damit auch unsere Interessen. So gesehen kann doch ein Parteiwechsel durchaus ehrlich sein.

Ich wünsche Ihnen viel Spass mit der Schweizer Illustrierten!

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