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Experten-Talk: Sind sportliche Kinder intelligenter?

Wie kann man bei Kindern einen gesunden Ehrgeiz wecken? Über diese und andere Fragen diskutieren Heidi Kaeslin, Mutter von Turn-Legende Ariella, Nationaltrainer Flavio Zberg, Sportpsychologin Erika Ruchti und unser Papa-Blogger Nik Niethammer.

Sport Kinder

Startklar? Sport kann Kindern das Leben erleichtern. Im gesundheitlichen, gesellschaftlichen und schulischen Bereich.

Shutterstock

Das Sportangebot für Kinder ist riesig. Allein am UBS Kids Cup nehmen jedes Jahr um die 150’000 Kinder und Jugendliche teil. Mehr als die Hälfte der 10 bis 14-Jährigen in der Schweiz sind Mitglied in einem Sportverein.

Und das ist gut so. Selbstbewusstsein, sich bewegen, Freundschaften aufbauen, umgehen können mit Erfolg und Misserfolg: Das alles lernen Kinder beim Sport. Aber wie merken Eltern, dass ihr Kind mit Sport loslegen möchte? Und wie können sie ihren Sprössling unterstützen, ohne Druck auszuüben?

Darüber diskutieren im Eltern-Sport-Talk auf Blick.ch vier Experten, die alle auch Eltern sind:

  • Erika Ruchti, Sportpsychologin beim Bundesamt für Sport mit Spezialisierung auf Kinder und Sport
  • Flavio Zberg, ehemaliger Spitzensportler und Cheftrainer bei Swiss Athletics
  • Heidi Kaeslin, ehemalige Spitzensportlerin, Mentalcoach und Mutter der Kustturnlegende Ariella Kaeslin
  • Nik Niethammer, Chefredaktor des ElternMagazins Fritz+Fränzi und Papa-Blogger im Family Channel der Schweizer Illustrierten
Expertenrunde

Im Live-Talk diskutiert eine illustre Runde die Themen Sport und Kinder. Sie sind nicht nur Experten, sondern auch Eltern.

ZVG

Sport regt das Hirn an

«Sind Ihre Kinder eigentlich schlauer, weil sie Sport machen?» will Moderatorin Verena Kosheen als Erstes von der Runde wissen. «Schlauer würd ich nicht sagen» relativiert Erika Ruchti. «Aber man weiss, dass durch die Bewegung die Sauerstoffsättigung im Hirn zunimmt. Das hat einen indirekten Effekt auf die Leistung», sagt die Sportpsychologin.

Neue Studien legten nahe, dass bei 16-Jährigen, die Sport treiben, die Hirnentwicklung weiter sei, als bei Jugendlichen, die sich wenig bewegen. «Sport regt das Hirn an!», ist Ruchti überzeugt.

Was Kinder durch den Sport fürs Leben lernen

«Und was lernen Kinder beim Sport?» fragt die Moderatorin. «Fokussieren, Prioritäten setzen», sagt Leichtathletik-Trainer Flavio Zberg. Das seien für das weitere Leben enorm wichtige Fähigkeiten. Der ehemalige Spitzensportler und zweifache Vater findet auch, dass das Erbringen von Resultaten in unserer Leistungsgesellschaft nun mal eine Rolle spiele und sportliche Erfolgserlebnisse entsprechend wichtig seien – auch für Kinder. Sie würden sich gerne messen, das sei etwas Gutes.

Papa-Blogger Nik Niethammer, der seine Samstage des Öfteren als Fan am Spielfeldrand verbringt, findet aber: «Wichtiger als das Resultat ist meinen Bub, was der Trainer sagt. Oder ob wir Eltern am Match dabei waren.»

Auch für die Eltern-Kind-Beziehung ist Sport wichtig

Heidi Kaeslin ist der Meinung, Mütter und Väter müssten dem Kind vor allem gut zuhören: Warum ist es wirklich gefrustet? Worauf ist es tatsächlich stolz? «Ariella hat es manchmal ganz anders erlebt als ich.» Aufs Thema Leistungsdruck angesprochen, sagt Heidi Kaeslin, die früher selber Leistungssportlerin war: «Es war nie mein Ziel, Ariella zum Spitzensport zu bringen.» Aber sie habe ihre Tochter immer auf ihrem Weg unterstützt.

Ob sich die Beziehung zu ihren Kindern durch den Sport verändert habe, will Moderatorin Kosheen von der Runde wissen. Ganz klar, meint Nik Niethammer: «Sport verbindet die Eltern mit dem Kind.»

Auch Heidi Kaeslin empfindet dies so. «Ich habe viel gelernt, es war ein Geben und Nehmen«, erzählt sie. «Der Sport hat die Beziehung genährt. Die Doppelrolle als Mutter und Coach war aber auch schwierig. Ich war immer bemüht, bei Ariella die Mutterrolle leben zu können.» Sagen zu können: «Ich liebe dich bedingungslos, auch wenns im Sport gerade nicht so gut läuft.»

Einig sind sich alle: Die Vorbildrolle der Eltern sollte nicht überstrapaziert werden. Eltern sollten sich zwar Zeit nehmen, aber sich selber keinen Druck aufsetzen – und auch ihre Kinder nicht unter Druck setzen.

Vorbilder spielen eine wichtige Rolle

Dafür sollten die Kinder sich Idole aus der Sportwelt suchen. «Vorbilder sind extrem wichtig» sagt Flavio Zberg. «Darauf sprechen Kinder sehr gut an. Sie sagen dann: Ich möchte auch so schnell sein wie der Kariem Hussein.» — «… oder auch so viel verdienen wie der Ronaldo!» lacht Nik Niethammer. Im Zeitalter von Youtube kämen Kinder ja sehr schnell mit solchen Informationen in Kontakt, und das sei okay: «Kinder müssen Fans sein können!»

UBS Kids Cup
ZVG

Hier startet Grosses

Der UBS Kids Cup ist das erfolgreichste Nachwuchs-Projekt des Schweizer Sports. Über 155'000 Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahren haben sich letztes Jahr im 60-m-Sprint, Weitsprung und Ballwurf gemessen. Auch diesen Sommer treten die jungen Athletinnen und Athleten wieder an. Von lokalen Ausscheidungen über Kantonalfinals gehts an den Schweizer Final am 31. August im Zürcher Letzigrund.

Mehr Infos auf ubs.com/kidscup.

 

am 8. Juli 2019