Publireportage | Naturaplan Drei Gewinner schnupperten eine Woche lang Hof-Luft - Jetzt sehen sie das Bio-Gemüse mit anderen Augen

Einmal auf einem Bio-Bauernhof mitarbeiten – Naturaplan machte es möglich: Ursula, Claude und Thibault wurden ausgewählt, das Bio-Landleben kennenzulernen. Sie staunten, was es auf dem Bio-Hof alles zu tun gibt.

Drei Bauern, welche gemäss den strengen Knospe-Richtlinen der Bio Suisse für Coop Naturaplan produzieren, waren bereit, ihren Alltag mit einer Bäuerin und zwei Bauern auf Probe zu teilen. Ursula Meyer, 38, Thibault Glardon, 19, und Claude Grütter, 38, durften so für vier Tage das Leben auf dem Bio-Bauernhof kennenlernen. Ein einmaliges Erlebnis, waren sich alle drei einig.

Claude Grütter holte sich Tipps vom Profi

Bio-Bauer Niklaus Müller zeigt Claude, wie man Eisbergsalat erntet.
© PASCAL MORA

Bio-Bauer Niklaus Müller zeigt Claude, wie man Eisbergsalat erntet.

Für Claude Grütter wurde ein Bubentraum wahr, als er auf den Bio-Gemüsehof von Niklaus und Hans-Ulrich Müller ins solothurnische Bibern eingeladen wurde. Der zweifache Vater, der mit seiner Frau Nina einen Holz- und Blockbaubetrieb in Grasswil BE führt und zwölf Mitarbeiter beschäftigt, ist daheim oft und gerne in seinem Garten tätig. Er sagt lachend:

Natürlich in kleineren Dimensionen als die Müllers auf ihrem Betrieb

Klar erhoffte sich der Zimmermann auch einige Tipps von den Bio-Profis für seinen Garten!

So musste Claude die Felder mit den acht Wochen alten Zwiebeln jäten. Dabei erklärte ihm sein Chef Niklaus die Eigenheit dieser Kultur. Claude weiss jetzt, dass Unkraut wie das Franzosenkraut der Zwiebel Licht und Stickstoff entzieht und sie deswegen nicht wachsen kann. Da die Zwiebel wenig Platz braucht, spriesst das Unkraut besonders schnell und man muss in Handarbeit dagegen angehen, da chemisch-synthetische Pestizide im Bio-Landbau verboten sind.

Kiste mit Eisbergsalat von oben
© PASCAL MORA

Die äusseren Blätter sind schon entfernt: Bio-Eisbergsalat ist nicht so fest wie Kopfsalat.

Es sind viele Handgriffe und es ist viel Wissen, welches Bio-Jungbauer Niklaus seinem Schützling weitergegeben hat. Claude bediente das Sternhackgerät auf dem Kartoffelfeld, wusch und schnitt den frischen Fenchel und entwickelte beim Ernten des Eisbergsalats seine eigene Schnitttechnik. Was den Bauern auf Probe besonders beeindruckte?

BILDLEGENDE: Niklaus und Claude bereiten das Sternhackgerät für die Feldarbeit vor. (PASCAL MORA)
© PASCAL MORA

BILDLEGENDE: Niklaus und Claude bereiten das Sternhackgerät für die Feldarbeit vor. 

Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die ein Bio-Bauer zu tun hat!

Mit nach Hause nimmt er viele positive Eindrücke, einige Profi-Tipps und ein wenig Rückenweh. Einen ganzen Tag lang jäten merkt selbst ein Zimmermann im Kreuz! Für Claude ist klar: «Das Gemüse auf meinem Teller sehe ich nach dieser Woche mit anderen Augen.»

Ursula Meyer hat fürs Leben gelernt

Für Ursula Meyer waren die Tage auf dem Bio-Bauernhof sehr wertvoll. «Ich habe in dieser Zeit sehr viel fürs Leben gelernt und konnte viele Erfahrungen sammeln. Durch ihr Bauernhoferlebnis habe sie «definitiv einen grossen Schritt näher zur Natur gewonnen», so Ursula aus Schattdorf UR.

«Zutrauliche Tiere»: Ursula Meyer beim Füttern der Muttersauen und Ferkel. (DAVID BIRRI)
© DAVID BIRRI

«Zutrauliche Tiere»: Ursula Meyer beim Füttern der Muttersauen und Ferkel. (DAVID BIRRI)

Auf dem Biohof Schüpfenried in Uettligen BE wurde sie von Bio-Bauer Fritz Sahli angewiesen, die Tiere zu füttern: Muttersauen und ihre Ferkel, Kühe und Rinder und über 1000 Hühner, die täglich rund 800 Bio-Eier legen. «Mich fasziniert, wie zutraulich die Tiere von Fritz Sahli sind, sie haben überhaupt keine Angst. Sie wissen, dass die Menschen ihnen nichts Böses wollen und man sieht, dass sie gut gehalten sind», so Ursula und weiter:

Ich würde jederzeit wieder die Gelegenheit nutzen und auf einem Bio-Bauernhof mithelfen. Vieles sehe ich jetzt mit anderen Augen oder habe es schätzen gelernt

Ursula Meyer beim Datieren und Verpacken der Bio-Eier. (DAVID BIRRI)
© DAVID BIRRI

Ursula Meyer beim Datieren und Verpacken der Bio-Eier.

Auch für Schulkinder wäre ein Bio-Bauernhof-Aufenthalt eine gute Idee: «Heutzutage müssen die Kinder das Wort Milch in drei Fremdsprachen lernen. Aber leider wissen viele Kinder nicht, wo die Milch herkommt und was es braucht, um richtig gute Qualitätsmilch geniessen zu können.» Einen Plan hat Ursula auch schon: «Ich werde im Sommer auf den Bio-Hof zurückkehren und meinem Mann und meinen drei Söhnen die vielen Tiere und das Bio-Landleben zeigen.»

Thibault Glardon half und naschte

Thibault Glardon, der im Herbst sein Chemiestudium beginnt, will Erfahrungen sammeln und hat sich deshalb für die Naturaplan Bio-Bauernhofwoche angemeldet. «Das Metier des Bio-Bauern interessiert mich», erklärt der in Chexbres VD wohnhafte Thibault. Von der Familie Vonlanthen vom Fäschtus’ Biohof in Giffers FR wurde der 19-jährige herzlich aufgenommen.

Die Bio-Erdbeeren der Vonlanthens wachsen in der Bergzone 1.
© DAVID BIRRI

Die Bio-Erdbeeren der Vonlanthens wachsen in der Bergzone 1.

Auf insgesamt fünf Hektaren gedeihen hier Erdbeeren. Der Bio-Hof liegt zwischen 760 und 830 Metern über Meer und damit in der Bergzone 1. Vonlanthen:

Wir sind die einzigen Produzenten von Bio-Erdbeeren in der Bergzone

Klar, dass hier die Ernte später stattfindet als im Unterland. «Damit können wir die Erdbeerernte verlängern», erklärt er. Auch die Sortenwahl spiele dafür eine wichtige Rolle. Thibault lernte, dass Unkraut nützlich ist, je nach Kultur aber trotzdem von Hand entfernt werden muss. In den Erdbeeren ist das die Vogelmiere, die sich stark ausbreitet und die Erdbeerpflanzen umschlingt.

Kleiner aber feiner: Bio-Bauer Vonlanthen mit Thibault auf dem Erdbeerfeld.
© DAVID BIRRI

Kleiner aber feiner: Bio-Bauer Vonlanthen mit Thibault auf dem Erdbeerfeld.

Thibault wollte wissen, warum die Erdbeeren nicht gewässert werden: «Die Beeren würden grösser und die Ernte umfangreicher, aber sie verlieren an Geschmack. Das wollen wir nicht.» Das ist auch in Thibaults Sinn, der grosse Stücke auf Bio-Landwirtschaft hält. «Ich kann Vonlanthens jederzeit anrufen, um ein anderes Mal wieder helfen zu gehen», freut er sich. Zum Arbeiten oder zum Naschen der reifen Erdbeeren.

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