Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Tanjas Leidenschaft und Jennys Glück

Der Restaurantführer GaultMillau hat sie zum Koch des Jahres 2014 erkoren, 18 Punkte kann sie für ihr Restaurant Stucki in Basel vorweisen. Erstmals kochte Tanja Grandits jetzt für VIPs an der Art Basel. SI-Chefreporter André Häfliger hat sie begleitet.

Wir sind hinten in der Küche der Collectors Lounge im dritten Stock der Messehalle der Art Basel. Schon am Morgen herrscht reges Treiben: 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereiten sich minutiös auf den Ansturm vor. «Wir bereiten jeden Tag 350 Menüs zu», sagt Tanja Grandits, «dazu kommt noch ein Catering-Service für 650 Personen». Jede Menge modernster Küchengeräte hat sie in der Küche installiert, sogar eine eigene Waschschtrasse hat sie mitgebracht. Ehemann René Graf-Grandits ist im Team ebenfalls dabei, kümmert sich um den Kasse.

«Es ist ein grosses Projekt, das einige Monate an Planung erforderte», sagt Grandits. Stolz fügt sie hinzu: «Am ersten Tag waren wir um 8 Uhr morgens hier. Alles hat von Anfang an reibungslos geklappt - ohne einen einzigen Probeteller!» Überall wird heftig gearbeitet, doch Hektik kommt nie auf. Seelenruhig dirigiert die Starköchin ihr Koch-Orchester. Mit einer Souveränität und Sicherheit, die beneidenswert ist! «Egal was passiert, ich lasse mich nie aus der Ruhe bringen», sagt Grandits. «Kochen, egal wo, ist meine Leidenschaft. Es macht mir überall riesig Spass.»

Das sieht man: Jeder Teller, sei er noch so klein, ist mit Liebe zubereitet. Es sind auch farbliche Symphonien fürs Auge, bis ins letzte Detail mit feinen Gewürzen und Kräutern dekoriert. Und kontrolliert von der Chefin! Grandits bückt sich über eine Spargel-Vanillesuppe: «Hier fehlt noch etwas Petersilie!» Ein Salm-Gericht lässt sie nicht durch: «Das ist nicht perfekt auf dem Teller platziert!» Ein Pouletbrüstchen degustiert sie: «Sehr schön gebraten!» Auch die Vollständigkeit der Käse-Auswahl fürs Dessert wird geprüft: «Prima! Da fehlt nichts.»

Tanja Grandits - sie lebt ihre Leidenschaft auch an der Art Basel. «Das macht richtig Spass, hier dabei sein zu dürfen», sagt sie. «Die Erwartungen sind hoch. Unser Ziel ist es, diese Erwartungen zu erfüllen.» Draussen spürt man, wie gut die Starköchin und ihr Team ankommen. Nach einem UBS-Empfang mit CEO Sergio Ermotti als Gastgeber kommt von Verleger Jürg Marquard ein dickes Lob: «Wir haben hervorragend gegessen, besser geht es gar nicht.» Ein wohlverdienter Applaus für die Köchin!

Viel Applaus gab es letzte Woche auch für Jennifer Ann Gerber. Mit viel Charme moderierte die Miss Schweiz von 2001 im Grand Resort Bad Ragaz den grossen Gala-Abend zum 80-jährigen Bestehen von Swiss Deluxe Hotels, der Vereinigung der besten Fünfsternhäuser der Schweiz. Meine Miss, so nenne ich Jenny noch heute. Nie werde ich vergessen, wie sie damals eine der 16 Wahlfinalistinnen zwei Tage vor der Wahl rausmobben wollte. Sie hatte Zimmerkollegin Jenny bei Missen-Mami Karina Berger verraten. Weil Jenny die zweitletzte Nacht vor der Wahl nicht im Hotel, sondern bei ihrem Freund verbrachte. Wenn das bekannt geworden wäre, hätte Jenny wohl kaum eine Chance gehabt. So entschloss ich mich damals, nach sehr, sehr, sehr langem Überlegen, natürlich darüber zu berichten - aber erst am Montag nach der Wahl. Ein Entscheid, den ich bis heute nicht bereue!