Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Joe Ackermann, der Schwing-Fan

Am Jubiläum der Bâloise-Versicherungsgruppe traf SI-Chefreporter André Häfliger Joe Ackermann. Als Präsident des Verwaltungsrates bleibt der ehemalige Banker auch nach Erreichen des Pensionsalters im vergangenen Februar aktiv - und fühlt sich pudelwohl zurück in der Schweiz.

Mit seiner charmanten finnischen Gattin Pirkko ist Joe Ackermann an das von Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber präsentierte Jubiläum der Bâloise-Versicherungsgruppe in die Messe Basel gekommen. Der Präsident der Zurich Insurance und frühere Deutsche Bank-Chef ist bestens gelaunt, ebenfalls beeindruckt von der Meisterleistung des einheimischen Architekten-Starduos Jaques Herzog und Pierre de Mouron beim kürzlich abgeschlossenen Messe-Umbaus: «Das ist einmal mehr ein Bau der Superlative geworden!»

Dann outet sich Ackermann als Schwing-Fan. «Vor sechs Jahren hat es mir den Ärmel reingezogen», gibt er zu. «Da war ich mit meiner Frau Gast am Eidgenössischen in Aarau. Wir durften Jörg Abderhalden zum dritten Mal in Folge siegen sehen.» Mehr «Swissness» gebe es an keinem Event in unserem Land. Die Stimmung, die Fröhlichkeit und die Ambiance sei mit der «höchst eindrücklichen Leistung» aller Aktiven ein «überwältigendes Erlebnis» gewesen. Grund genug für das Ehepaar, nächste Woche nach Burgdorf staunen zu gehen? «Wenn immer möglich schon», sagt Ackermann. «Nur, kommen wir noch rein?» Aber sicher! Ich verspreche, mich gerne darum zu kümmern.

Seit gut anderthalb Jahren ist Ackermann, seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Manager der Schweiz, zurück in der Schweiz. Man spürt, wie wohl er sich in seinem Heimatland fühlt. «In Deutschland - oder auch wenn auf Auslandreisen - waren immer viele Sicherheitsleute um mich herum. Das ist in der Schweiz nicht mehr so, hier kann ich überall ohne Begleitschutz spazieren und fühle mich sicher.»

Auch das Handy habe mit Sicherheit zu tun, erläutert er weiter. «So ist man immer erreichbar.» Genau das sagt übrigens auch Arbeitgeberpräsident Marc Jaquet, der Präsident des Basler Arbeitgeberverbandes. Ackerman könne indes das Gerät «gut und gerne» auch ausschalten: «Zum Beispiel an solchen Events. Da gehört es sich einfach nicht, wenn man ständig am Mobiltelefon herummacht.» Bravo, Knigge hätte es besser nicht postulieren können!

Ueli Maurer geht das genauso. «Ich bin nie, oder höchst selten, mit Bodyguards unterwegs. Sind sie da, habe ich immer das Gefühl, auf jemanden aufpassen zu müssen», sagt der Bundespräsident.  «Ich hasse das, bin lieber allein.» In Sachen Handy lässt sich der Magistrat «auf keinen Fall» versklaven: «Kürzlich habe ich es auf meiner einwöchigen Reise nach China in der Schweiz vergessen - und ich habe es sehr gut überlebt!» Wohltuend zu wissen!

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