Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Schoggi und der «GaultMillau» für den Fürsten

Es gab Schweizer Schokolade und die neuste Ausgabe des Restaurantführers «GaultMillau» für das monegassische Oberhaupt. SI-Chefreporter feierte am Donnerstag an der Gala de Berne mit Fürst Albert II den aktuellen ersten Tabellenrang des FC Monaco.

Die Fussballer des Kleinstaates an der Côte d'Azur sind mächtig im Schuss. Sie haben einen fulminanten Saisonstart hingelegt und führen Frankreichs Tabelle an! «Ich gratuliere herzlich», sage ich Fürst Albert im Hotel Schweizerhof in Bern und übergebe ihm zur Feier dieses Sport-Höhenfluges Schoggi und den «GaultMillau». Passend zu seiner Krawatte in knalligem Rot. Der Sohn von Fürst Rainer und Grace Kelly freut sich, lächelt und sagt: «Vielen Dank! Ich liebe Schweizer Schokolade und gehe gerne gut essen in diesem wunderschönen Land.»

Etwas nachdenklich fügt der Mann, der regelmässig die Heimspiele des FC Monaco auf der Tribüne verfolg, an: «Ich hoffe nur, dass diese tolle Platzierung bis zum Saisonende bestehen bleibt!» Der Ehrengast der Gala de Berne ist gut drauf. «Ich freue mich, einmal mehr in der schönen Schweiz weilen zu dürfen», sagt er ganz begeistert. «Und es ist eine grosse Ehre, hier die Aktivitäten meiner Umwelt-Stiftung, der ‹Fondation Prince Albert II de Monaco›, einem auserlesenen Publikum vorstellen zu dürfen.»

Zu diesen auserlesenen 480 Gästen gehören Italiens Schauspiel-Ikone Gina Lollobrigida, das erste Bond-Girl Ursula Andress, Bundesrätin Doris Leuthard und James Bond Roger Moore. Aber auch engste Freunde aus der Schweiz. Etwa Abenteurer und Forscher Bertrand Piccard, der mit seinem Team 2015 erstmals die Welt in einem Solar-Flugzeug umrunden will. «Bertrand ist ein ganz Grosser, ich bewundere seinen Pioniergeist», sagt Fürst Albert über ihn. Aber auch bei Uhren-König Yves Piaget kommt er ins Schwärmen: «Er ist ein herzensguter, immer gut gelaunter Mensch!»

Mit Doris Leuthard macht der Fürst sogar ein kurzes Tänzchen. «In Sachen Umwelt sprechen wir seit Jahren exakt die gleiche Sprache», schwärmt er. Auch Albert und Peter Kriemler, die weltbekannten Akris-Modedesigner aus der Ostschweiz, trifft Fürst Albert in Bern. Sie kreieren seit Langem die Abendkleider von Fürstin Charlène, die wegen einer «anderen wichtigen Verpflichtung» an diesem Tag leider fehlt.

Einer kann es kaum erwarten, dem Fürsten die Hand zu schütteln: Bergsteiger, Ski-Akrobat und Hotelier Art Furrer. «Vor fünf Jahren hatte ich die grosse Ehre, mit dem Fürsten im Aletsch-Gletschergebiet wandern zu gehen», erzählt er. «Es war ein unvergessliches Erlebnis. Seine Majestät war sehr gut in Form und hat sich rege über die Entwicklung der Natur interessiert.»

Helvetia und der Fürst von Monaco. 1961 besuchte Albert das erste Mal unser Land. Seitdem ist die Schweiz zu seiner zweiten Heimat geworden. Wie schön!

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