Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Grosses Theater mit Lorenz, Claus Theo & Dimitri

Zwei grosse Theater-Premieren begeisterten letzte Woche SI-Chefreporter André Häfliger. In Zürich präsentierte Satiriker Lorenz Keiser sein neues Programm, in Basel stand TV-Star Claus Theo Gärtner («Matula») unter anderem mit Caroline Rasser von der berühmten HD-Läppli-Familie auf der Bühne.

Lorenz Keiser zieht einen in seinem neuen Programm «Chäs und Brot & Rock'nRoll» von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Mit seinen pointierten Texten, mit seinem Witz - aber auch seiner Mimik. Talente, die er von seinem Vater, dem grossen Kabarettisten César Keiser, in die Wiege bekommen hat. Talente aber auch, an denen er immer schleift, die er immer weiter entwickelt, an denen er immer arbeitet. Das beeindruckt mich an ihm. Lorenz weiss auch, wie man überrascht: Der Nicht-Musiker (ausser etwas Standart-Blockflöte) kommt plötzlich in seinen witzigen Sketches als Musiker daher.

Neben der Blockflöte baut er Keyboard, zwei Gitarren und eine kleine Ziehharmonika in sein Programm ein. «Neun Monate hat dieser Musik-Schnellkurs gedauert», erklärt Keiser. «Ich danke meiner Gattin Loredana, dass sie das ausgehalten hat.» Loredana aus Pisa war denn auch an der Premiere, mit Sohn Matteo. Tochter Giulietta meldete sich aus dem fernen Australien per SMS: «Wie ist es gelaufen?» Mama Margrit Läubli, die selber mit ihrem lieben Cés jahrelang auf der Bühne stand, zögerte keinen Moment: «Es war wundervoll. Am Schluss gab es lange Standing Ovation. Ich bin wahnsinnig stolz und sehr dankbar!»

Zur Premiere hatte die grosse Theaterkünstlerin ihrem Sohn ein spezielles Dokument in die Garderobe gelegt. Einen Ausschnitt aus einem Buch zur Geschichte der Zürcher Stadtmusik. Darin steht, dass ihr Ur-Grossvater Jakob Läubli 1876 die Stadtmusik gegründet hat. «Das neue Programm zeugt davon, dass auch die Musik in unserer Familie schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat», sagt Margrit Läubli voller Freude.

Auch die Premierengäste waren begeistert. «Seine Texte sind einfach genial», sagte TV-Star Viktor Giacobbo. Bei ihm, im Casinotheater Winterthur, gastiert Keiser übrigens vom 9. bis 31. Mai. Birgit Steinegger sagte: «Lorenz hat mich einen Abend lang brillant unterhalten und zum Nachdenken gebracht. Dafür danke ich ihm. Einzig seine Behauptung, er könne nicht singen, nehme ich ihm nicht ab. Chapeau!» Und Walter Andreas Müller ergänzte: «Lorenz ist und bleibt ein wunderbarer Fabulierer. Seine politischen Pointen treffen voll ins Schwarze, seine Fantasie ist grenzenlos und reisst einen mit. Schlicht grandios finde ich dieStrassenumfrage - komödiantisch und hinreissend lustig! Ich habe mich einmal mehr grossartig unterhalten!»

Ebenso tolle Echos waren nach der Premiere des neuen Pfyfferli-Programms im Basler Fauteuil-Theater zu hören. Die traditionsreiche Sketchparade wird dieses Jahr 68 Mal gespielt - so oft wie noch nie. 15'000 Besucherinnen und Besucher erwarten die Theaterchefs Caroline und Claude Rasser. Sie selber macht auch mit. Claus Theo Gärtner, Wahlbasler und Star auf der Bühne, ist hell begeistert: «In so einem Ensemble mitspielen zu dürfen macht einfach richtig Spass!» Dann verrät er: «Ich mache weiter als Matula. Die Dreharbeiten beginnen im Sommer.» Eine gute Nachricht für die TV-Fans!

Beeindruckt hat mich schliesslich die Verleihung des SwissAward im Zürcher Hallenstadion. Tolle Ambiance, gelungene Sendung (könnte 30 Minuten kürzer auch gehen) und hochverdiente Gewinner. Nie werde ich die lange Umarmung von Clown Dimitri mit Moderatorin Susanne Wille, gleich nach der TV-Show, vergessen. Und seine Worte: «Ich bin so gerührt und dankbar. Und ich freue mich, dass ich das mit dir erleben darf!» Imposant fand ich auch, mit wie viel Aufwand, Energie und Engagement sich das Team der «Schweizer Illustrierten» ins Zeug gelegt hat: 13 Frauen und Männer waren vor Ort. Print, Foto, Online, Stylistinnen und Stylisten arbeiteten Hand in Hand - toll! Beruhigt durfte ich morgens um 2.35 Uhr mit Susanne Wille, ihrem Ehemann Franz Fischlin sowie Steffi Buchli und ihrem Gatten Florian Kohler das Stadion als Letzter verlassen - und draussen einen kleinen Zopf verspeisen, der den Gästen zum Schluss mitgereicht wurde. Danke für die Gastfreundschaft, Schweizer Radio und Fernsehen!

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