Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

«Schöppelen» mit Baby Emily Grace

Was für erhebende Gefühle! Schon kurz nach der Geburt durfte SI-Chefreporter André Häfliger Emily Grace, das süsse Baby von Christina Surer und Martin Tomczyk, an den Wangen streicheln. Jetzt, elf Wochen danach, folgt das gemütliche «Schöppelen» mit dem stolzen Neu-Mami in Basel.

Sie ist eine beliebte Moderatorin und seit Jahren als Seat-Rennfahrerin erfolgreich. Vor genau 20 Jahren stand Christina Surer im Final der Miss-Schweiz-Wahl, sorgte danach auch als Model für Furore. Seit 20 Jahren kennen wir uns. Jetzt sitze ich gemütlich neben der Baslerin, die so glücklich ist wie noch nie in ihrem Leben. Weil Emily Grace da ist!

Mit herrlichem Blick auf den Rhein geniessen wir in der schönen Brasserie des Basler Hotels «Drei Könige» ein Beefsteak Tatar. Ruhig liegt das elf Wochen alte Töchterchen von Christina Surer und ihrem Mann, dem deutschen Rennfahrer Martin Tomczyk, in ihrem Kinderwagen. BMW-Pilot Tomczyk, der DTM-Champion von 2011, bereitet sich in Hockenheim auf das erste Rennen seiner 13. Saison im Deutschen Tourenwagen-Masters vor.

Christina und ich haben es uns in Basel gemütlich gemacht, schöppelen gemeinsam die süsse Emily Grace. Anfang Januar 2013 haben Christina und Martin im deutschen Rosenheim bei München geheiratet. Gut einen Monat nach der Hochzeit, am 15. Februar 2013, kam Emily Grace zur Welt. In einer Zürcher Privatklinik, 2765 Gramm schwer und 47 Zentimeter gross. «Es war eine problemlose Geburt, ich hatte danach die glücklichsten Momente in meinem Leben», erinnert sich Christina. Ehemann Martin war bei der Geburt dabei, platzte danach fast vor Stolz: «Es war alles sehr emotional. Wir hätten vor Glück die ganze Welt umarmen können!»

Emily Grace kam um 8.01 Uhr zur Welt - ein paar Tage zu früh als vorgesehen. «Sie hat einen Frühstart hingelegt», scherzt Christina. Der Tag der Geburt ihres ersten Kindes hat das Leben von Christina komplett verändert. «Seit elf Wochen steht unser Sonnenschein im Mittelpunkt», sagt sie. Ein gesundes Kind zur Welt zu bringen sei keine Selbstverständlichkeit: «Grösste Gefühle der Dankbarkeit stellen sich ein.»

Die Geburt habe alle Dimensionen von dem, was man sich vorstellt gesprengt. «Es gibt nichts Schöneres, nichts Besseres, nichts Emotionaleres», so Christina weiter. Am meisten bewegt sei sie in den Momenten, in denen Emily sie anlächle. «Sie ist so süss, so härzig! Das schönste Geschenk, das ein Mensch erhalten kann», schwärmt sie. In der Klinik sei Martin der «Liebling der Hebammen» gewesen. «Er war die ganze Zeit bei uns und hat sich liebevoll um Emily gekümmert, sie immer gewickelt», sagt Christina ganz stolz. 

Schon wenige Tage nach der Geburt verliessen Martin, Christina und ihr Baby die Klinik - und zeigten ihr die lange vorher eingerichteten Kinderzimmer. Zuerst jenes in Christinas Wohnung im Baselbiet, dann jenes in Rosenheim. «Sie fühlte sich an beiden Orten sofort wohl», erinnert sich Christina. Bei der Ankunft Zuhause sei ihr die «volle Verantwortung», die sie als Mutter trage, richtig bewusst geworden.

Sie habe sich auf die Aufgabe als Mutter «lange und gut» vorbereitet. «Ich habe viel gelesen in manchen schlaflosen Nächten während der Schwangerschaft. Auch im Internet habe ich mich über alles Mögliche informiert. Zudem habe ich viele wertvolle Tipps von beiden Familien erhalten», erzählt Christina.

«Emily ist ein aufgewecktes Baby, das jetzt schon weiss, was sie will - und was nicht.» So charakterisiert Christina ihr Töchterchen elf Wochen nach der Geburt. «Schreien tut sie nur, wenn sie Hunger hat oder wenn es ihr unwohl ist», sagt sie. Und schmunzelt: «Zur Zeit ist sonnenklar, wer von uns beiden der Chef ist. Vielleicht ändert sich das ja später mal wieder.» Sich rund um die Uhr um sie zu kümmern sei eine «zwar anstrengende, aber wunderschöne» Aufgabe. «Es ist wie verliebt sein - nur noch intensiver», so Christina.

Christina Surer stillt ihr Schätzli immer noch. Daneben gibt es viel, wohl temperierte Milch. «In Deutschland stand ich plötzlich vor leeren Milchpulver-Regalen. Da musste ich im Internet und in der Schweiz für Nachschub sorgen», erzählt sie. «Unser Sonnenschein hat inzwischen schön zugenommen, wiegt inzwischen rund viereinhalb Kilos. Ihre Milch mag sie Tag und Nacht.»

Emily Grace - jetzt steht das süsse Baby im neuen Leben von Christina ganz im Vordergrund. «Das wird sich so schnell nicht ändern», sagt sie. «Aber das ist gut so. Erst wenn es unser Baby erlaubt, werde ich wieder daran denken, meine beruflichen Tätigkeiten aufzunehmen. Zur Zeit bin ich hundertprozentig Mutter - und das ist fantastisch so!» Als Mutter erlebe sie so viel Schönes, bekomme von «allen Seiten» Komplimente, Gratulationen und Hingabe in Wort und Schrift. «Es ist, als sei jeder Tag Geburtstag», sagt sie.

Ihre Jobs als Moderatorin sowie Rennfahrerin und Botschafterin bei Seat und Pirelli werde sie in Zukunft «ganz auf die Bedürfnisse» ihres Baby ausrichten. «Emily steht im Mittelpunkt. Aber ich werde daneben sehr gerne wieder arbeiten. Genauso wie Martin seiner Renntätigkeit auch weiterhin nachgeht. Wir sind sicher, dass wir das alles gut und glücklich unter einen Hut bringen werden», sagt Christina.

Ihre Augen funkeln, wie jene von Emily Grace. Immer wieder schauen sich Mami und Töchterli an. Welch eine Freude, welch ein Glück, das sehen zu dürfen! 

Weitere Blogs von André Häfliger finden Sie im SI-online-Dossier.