Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Auf einen Kaffee mit Sofia und Harry

In seiner Heimatstadt Luzern traf SI-Chefreporter André Häfliger Schauspielerin Sofia Milos. Erst bei einem gemütlichen Kaffee schaltete die temperamentvolle Schauspielerin einen Gang runter. Ganz wie Harry Knüsel im Aargauischen Abtwil: Der Schwingerkönig von 1986 ist wie immer nicht aus der Ruhe zu bringen.

Sie ist ein Wirbelwind, düst ständig zwischen ihrer Wahlheimat Los Angeles und Europa hin und her. Bei «CSI Miami»-Schauspielerin Sofia Milos wirds einem nie langweilig. Die bald 44-jährige Powerfrau hat griechisch-italienische Wurzeln. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Zürich und in Rom. Vor 20 Jahren machte sie sich auf nach Hollywood: «Ich wollte nichts so sehr, als es dort zu schaffen!» Hart sei es gewesen, habe viel Kraft gekostet am Anfang. «Aufgegeben habe ich meinenTraum nie», sagt sie.

Beim gemütlichen Kaffee im Luzerner «Schweizerhof» wirkt Sofia Milos endlich etwas ruhig, entspannt. In Rom habe sie in den vergangenen zehn Tagen Station gemacht, in Ascona TI habe sie fantastische Moon&Stars-Konzerte erlebt, sei dann nach Zürich zu ihrer Jugendfreundin Manuela Bollier gefahren. Und ist mit ihr nach Luzern gereist, wo Sofia vor einem Jahr im «Tatort» vor der Kamera stand. Jetzt aber wollte Sofia hier sehen, wie ihre neue Uhr hergestellt wird: «Am Rhodeo Drive habe ich mich in einer Boutique eines Händlers von Carl F. Bucherer in die Pathos-Uhr verknallt», erzählt sie. «Ich habe sie sofort gekauft!» CEO Sascha Moeri traf Sofia in Ascona, lud sie kurzerhand nach Luzern in die Manufaktur ein - und hat sie zum «Friend of the brand» ernannt.

Sofia Milos zieht es zwar immer wieder nach Europa, doch auch Hollywood gefalle ihr nach wie vor. «Es bleibt der beste Ort der Welt für die Schauspielerei», schwärmt sie. Seit acht Jahren wohnt sie in einem herrlichen Haus mit Sicht über ganz Los Angeles, gilt als tolle Gastgeberin und hervorragende Köchin. Nur den richtige Mann hat sie noch nicht gefunden. «Den findest du nicht in Amerika», sagt sie beim letzten Schluck Kaffee. «Männer haben da nur zwei Themen: Karriere und Sport. Das ist mir zu einseitig. Ich mag die Klasse, die guten Manieren, die Kultur und den Charme der Männer in Europa. Also muss mein Mann ein Europäer sein.» Punkt. Sofia Milos fügt an: «Ich wünsche mir Kinder, würde auch gerne welche adoptieren.»

Auf einen zweiten Kaffee treffe ich mich in der vergangenen Woche wieder einmal mit Schwingerkönig Harry Knüsel, dem Sieger von Sion 1986. Wir lachen, sinnieren, schwelgen in Erinnerungen mit Fotograf Bruno Voser, der Knüsel auch schon ewig kennt. Im gemütlichen Schwinger-Stübli in seinem Abtwil holt Knüsel in der eindrücklichen Sammlung von hunderten Preisen und Auszeichnungen plötzlich eine TV-Trophäe vom Schrank runter. Es ist der TV-Preis als Gewinner des «Samschtig-Jass». Knüsel lacht verschmitzt, sagt zu mir: «Schau mal, den habe ich am 13. Juni 1987 erhalten, an deinem Geburtstag!» Ist auch schon wieder 26 Jährchen her…   

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