Mittendrin

André Häfliger mittendrin!

Wo Blitzlichtgewitter ist, ist auch der SI-Chefreporter.

Mit den Furrers ins neue Jahr

War das ein toller Rutsch ins 2014! SI-Chefreporter André Häfliger musste ihn allerdings hart verdienen: Auf der Riederalp wurde er im schönen Wallis von Skiakrobat Art Furrer während des ganzen letzten Tages im alten Jahr auf den Skis mächtig geschlaucht.

Kaum lacht die Sonne gegen 9.30 Uhr gehts schon los. Art steht mit einem breiten Lachen auf den Skiern. «Ich war schon unten in Brig», sagt der bald 77-Jährige. «Ich musste noch meine Steuererklärung unterschreiben - im letzten Moment!» Gut, ist das auch erledigt. Jetzt kann er sich wieder dem widmen, was er im Winter jeden Tag macht: Die herrlichen Pisten runtersausen.

Ganze acht (!) Viertausender-Berge hat Furrer letztes Jahr bestiegen. Mit seiner charmanten Gattin Gerlinde war er auf Kreuzfahrt in Südafrika und Mauritius, nachdem er sich mit ihr in den vergangenen Jahren sowohl an die Nähe des Nord- wie auch des Südpols wagte - ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen! Auch wenn er nun die operative Leitung seiner Hotellerie an Sohn Andreas weitergegeben hat.

Aber auch Andreas Furrer, ein begeisterter Hobby-Pilot, ist nicht zu bremsen. «Der fliegt gerade mit Gästen im Heil herum. Er hat jetzt auch das Helikopter-Brevet gemacht», erzählt Art auf der Sesselbahn hinauf auf die Riederfurka. Von da startet meine eintägige Verfolgungsjagd, der Ski-Marathon mit Art Furrer! Auf und ab, hin und her. Immer mit aufmunternden Worten: «Du kommst aber gut nach.» Schon gut, lieber Art…

Tolles Wetter, fantastische Aussicht, herrlicher Schnee! Aufatmen auf dem 2647 Meter hohen Bettmerhorn mit Sicht auf den Aletschgletscher. «Wir könnten jetzt noch rüber auf die Fiescheralp», sagt Art. Ui, meine Muskeln sind schon etwas sauer. «Aber die Zeit reicht nicht, wir müssen zurück.» Glück gehabt. Schon saust er wieder los. Schrecksekunde: Art peilt ein rechts und links von zwei Stöcken gehaltenes Werbetuch an. Will er jetzt ins Tuch rasen? Nein. In letzter Sekunde bückt er sich kräftig nach hinten, fährt grinsend unten durch. Ein Wahnsinniger!

Mit der letzten Bahn fahren wir hoch und bei Sonnenuntergang einem Grat entlang rüber zu Arts neu ausgebautem Restaurant auf der Riederfurka. Weitere Silvestergäste gesellen sich zu uns. Arts Bruder Gregor Furrer, der VR-Präsident von Völkl, dessen Gattin Anita und Sohn Reto, der CEO von Völkl sowie dessen Ehefrau Cornelia mit den Kindern Mia und Pascal. Cornelia hat ein begnadetes Talent. Sie macht die schönsten Torten. Und sie hat einen Traum: «Die Hochzeitstorte von Michelle Hunziker und Tomaso Trussuardi gestalten.» Hoffentlich noch dieses Jahr!

Kulinarisch vom Feinsten verwöhnt, rutschen wir alle fröhlich ins neue Jahr. Bei Cüplis und Feuerwerk unten auf der Riederalp. «Auf die Ski, los», sagt Art plötzlich. Oje, schon wieder. Ausgerüstet mit einer Fackel begleitet mich Art Furrer durch die erste Tat im neuen Jahr. Er führt mich sicher runter auf seine geliebte Riederalp. Danke, Art!

Weitere Blogs von André Häfliger finden Sie im SI-online-Dossier.