Der «Tele»-Streaming-Tipp der Woche «Better Call Saul» – Die Verwandlung

Sie lieben Filme und Serien, wissen aber nicht, was Sie als nächstes bei Netflix & Co. schauen sollen? Kein Problem: Die Zeitschrift «Tele» stellt hier jede Woche Sehenswertes vor. Heute die neue Staffel des «Breaking Bad»-Spinoffs «Better Call Saul».
better call saul
© Netflix

Die redlichen Zeiten sind vorbei: Jimmy McGill (Bob Odenkirk) wird zu Saul.

Chucks Wohnzimmer brennt lichterloh, nachdem er die Gaslampe vom Tisch gekickt hat. Mit diesem Bild wurden die Zuschauer aus der 3. Staffel von «Better Call Saul» entlassen. Chuck McGill (Michael McKean), so darf man annehmen, ist tot.

Der Story kommt das zugute: Der überkorrekte Anwalt und Bruder der Hauptfigur Jimmy McGill (Bob Odenkirk) war ein unleidiger Zeitgenosse. Mit gut drei Monaten Verspätung geht das «Breaking Bad»-Spinoff in Staffel 4.

«Breaking Bad»-Fans, aufgepasst!

Laut Serienschöpfer Vince Gilligan sollen nun die «Breaking Bad»-Fans auf ihre Kosten kommen: Jetzt, wo Jimmy McGill zu einem Jahr Berufsverbot verknurrt wurde und sein Bruder von der Bildfläche verschwunden ist, dürfte sich endlich seine Verwandlung in den schmierigen Anwalt Saul Goodman vollziehen.

Da die Ereignisse in «Better Call Saul» zeitlich vor «Breaking Bad» spielen, sind gewisse Fakten unumstösslich: Der rabiate Drogenboss Hector Salamanca (Mark Margolis) wird den Herzinfarkt, den er in der 3. Staffel erlitt, überleben, wenn auch schwer versehrt; Fastfoodlokal-Inhaber Gus Fring (grossartig: Giancarlo Esposito) baut sein ausgeklügeltes Drogenimperium aus; und ein bewährtes Zwillingspaar tritt auf den kriminellen Plan.

Neue Figuren

Zudem werden neue Figuren eingeführt: ein gewisser Lalo etwa, von dem in «Breaking Bad» nur ganz kurz die Rede war – und den Jimmy gefürchtet hat wie den Teufel. Auf eine Begegnung mit Walter (Bryan Cranston) und Jesse (Aaron Paul), den Hauptfiguren aus der Mutterserie, hofft man hingegen vergeblich. Laut Vince Gilligan ist die Zeit hierfür noch nicht reif.

Am 7. August geht’s los. Eingefleischte Binge-Watcher, also jene Zeitgenossen, die sich Serien vorzugsweise staffelweise reinziehen, müssen sich bis Oktober gedulden: Der US-Kabelsender AMC, der «Better Call Saul» produziert, strahlt wöchentlich eine Folge aus. Diesem Rhythmus muss sich auch Netflix anpassen.

«Better Call Saul»; Dramaserie 4. Staffel (wöchentlich eine Folge) Netflix, USA 2018; ab 7.8

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