Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Diese Prominenten erhitzten 2015 die Gemüter

2015 war ein emotionales Promi-Jahr. Wenigstens für Bloggerin Deborah Neufeld als Celebrity-Journalistin. Da hat sich der eine oder andere angefühlt wie manche Familienmitglieder: brutal nervend, aber nicht totzukriegen...

Das Luder oder die Heilige
Keine hat in unseren Sitzungen mehr Diskussionen ausgelöst, wie Sabia Boulahrouz: Zuerst kommt sie mit dem Mann der besten Freundin (Silvie Meis) zusammen, wird schwanger, verliert das Kind, wird wieder schwanger, bekommt dann den Laufpass von Rafael van der Vaart und verliert danach auch das zweite Kind. Das Phänomen ist, dass jeder eine Meinung zu ihr hatte und in ihr entweder die arme, verlassene Frau sah, die zwei Kinder verlor, während die anderen sie als durchtriebenes Luder einschätzten, die einem reichen Fussballer ein Kind andrehen wollte (und beide Schwangerschaften mit Fake-Bäuchen und Ultraschall-Fotos der schwangeren Haushälterin vorgetäuscht hat).

Wahrscheinlich werden wir nie erfahren, was genau passiert ist, aber traurig bleibt es allemal: Entweder ist sie schwerst gestört oder schwerst verkannt und völlig zu Unrecht für alle Zeiten verurteilt worden. Rafael van der Vaart, immerhin Dreh- und Angelpunkt in dieser Tragödie, könnte längst Klarheit schaffen und sie vom brennenden Scheiterhaufen runterholen, doch daran denkt er nicht im Traum und überlässt Sabia ihrem Schicksal. Das ist das Schlimmste an der Geschichte.

Der Provokateur
Ihm muss man für so viel Unverfrorenheit gratulieren: Sepp Blatter. Sein Weltfussballverband Fifa ertrinkt in Bestechungsvorwürfen und Korruptionsverdacht, das Hotel Baur au Lac wird in den Zeitungen nur noch abgebildet, weil wieder irgend ein afrikanischer Funktionär abtransportiert wird, und er findet: Er habe alles richtig gemacht. Man könne ihm höchstens vorwerfen, «zu vertrauensselig und gutgläubig» gewesen zu sein, wie er in der «Weltwoche» sagte: «Ich bin ein guter Mensch. Ich bin ehrlich und respektvoll.» Dafür wird er auch gleich zum Schweizer des Jahres gewählt.

Ich finds brillant: Während die einen finden, er sei der grösste Gauner, der das Wallis je hervorgebracht hat, finden andere, ihm gebühre Ruhm und Ehre, da er für viele Drittweltländer nur Gutes getan habe und es nur normal sei, wenn ein kleiner Teil der Milliarden-Einnahmen des Weltkonzerns in seine eigene Tasche geht (Hallo, was soll der Geiz!?). Ich hoffe, die Sperre wird aufgehoben - den kleinen Mann muss man für sein Unterhaltungs-Potenzial einfach feiern.

Die Heilige
Sie ist so schön und singt so toll, und genau deshalb sorgt sie in unserer Familie für Krieg: Helene Fischer! Die Frauen finden, so schön sei ihre Stimme dann doch nicht, die Beine viel zu kurz für den Oberkörper und das Gesicht sehe aus wie ein Pfannkuchen. Die Männer finden: göttinnengleich. Diese Zähne, die Haut, das Lächeln... Helene Fischer for President.

Ich finde, sie könnte Schweizerin sein, denn sie hat so viele Ecken und Kanten wie ein Roger Federer - nämlich ZERO - und sagt nie was provokatives, an dem sich die Menschen reiben könnten. Stattdessen ist jeder Auftritt und jedes Interview durchorchestriert und sogar der Kuss mit Freund Florian Silbereisen vor laufender Kamera wird im Nachgang vom ZDF rausgeschnitten!! Atemlos? Schnappatmung. Ich erwarte 2016 ein ordentlich knackiges Gespräch mit ein Paar Indiskretionen, Anschuldigungen und Enthüllungen...

Doch bis dorthin ist ja noch Silvester, jaaa! Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Happy new year und Bussi, Bussi aus Zürich.

Im Dossier: Alle Blogs von Deborah Neufeld