Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Best of BAMBI 2015!

In Promi-City fand letzte Woche der höchste Feiertag statt: Er heisst BAMBI und wurde dieses Jahr im Mekka Berlin gefeiert. Bloggerin Deborah Neufeld über die Tops und Flops in der deutschen Hauptstadt...

Für die meisten ist der BAMBI eine von vielen Award-Shows, die im Fernsehen übertragen werden. Für Celebrity-Journalisten ist es ein bisschen wie Weihnachten und Chanukka zusammen. Schon Wochen vorher heisst es: Wer darf mit? Wer kümmert sich um welche Berühmtheit und vor allem: Hast du schon ein Kleid? Dieses Jahr war ich wieder dabei und erlebte hautnah das Heck-Meck auf dem Roten Teppich und hinter den Kulissen...

Der Party-Express
Wer Lust auf viele Stars in freier Wildbahn hatte, der brauchte nicht mal einen heiss begehrten Einlass für den BAMBI, der brauchte nur einen Flug von München nach Berlin. In der 10-Uhr-Maschine am Donnerstag sassen der Bergdoktor Hans Sigl (cool mit Sonnenbrille früh morgens schon) und der Bremer Tatort-Ermittler Oliver Mommsen mit Cobra-11-Schauspieler Tom Beck. Zwei Stunden später checkte folgende Partycrew ein: Tatort-Star Maria Furtwängler, Leute-Heute-Moderatorin Nina Ruge, Cathy Hummels, Senta Berger mit Mann Michael Verhoeven und Moderatorin Tina Kaiser. Die Feier konnte starten...

Die Überraschung
Ich ratschte gerade mit «GNTM»-Gewinnerin Marie Nasemann, als Mesut Özil mit Mandy Capristo an uns vorbei lief. Und ich machte dieselben Batzl-Augen, wie sie Özil immer trägt, denn auf dieses Comeback war ich nicht vorbereitet. Noch überraschender als ihre Liebes-Show fand ich, dass sie nichts dazu sagen wollten. ALLES KLAR? Sie kommen zum BAMBI, posten ein Bild vom Roten Teppich auf Instagram, schreiben «Just the two of us» und lassen dann vom Management ausrichten, dass sie nichts zum Privatleben sagen wollen... Das ist, wie wenn ich ins Schwimmbad gehe und nicht nass werden will. Kann man machen, ist aber gaga.

Die Foodbanausen
Viele BAMBI-Anfänger werden von der Tatsache überrascht, dass sie während rund drei Stunden Live-Show nichts zu essen und nichts zu trinken bekommen. Hätte auch komisch ausgesehen, Heidi Klum mit einer Pizza-Schachtel auf dem Schoss ihres Zac-Posen-Kleids. Deshalb freuten sich alle auf die After-Show-Party, wo es verschiedene Stände mit Drinks, Sushi und anderen Leckereien gibt. Johannes B. Kerner sah man morgens um 3 Uhr sogar noch bei McDonald’s - offenbar ein Profi auf dem Gebiet des Katerfrühstücks nach einer erfolgreichen Partynacht.

Die Pechmarie
Das Kleid von Designerin Fatima Halwani war Bombe - Nazan Eckes zeigte mit ihren nackten Schultern, wie dünn sie nach der Geburt ihres ersten Kindes geworden war. Was niemand ahnte: Kurz vor Beginn stieg ihr ihr Mann auf die Schleppe und sorgte damit für das absolute Horror-Szenario. Das Kleid riss. Sie musste deswegen zurück in ihr Hotelzimmer und zuerst mal nähen, bevor sie den roten Teppich betrat.

Die Schiessbudenfigur
Nicht gerade beliebt machte sich BAMBI-Gewinnerin (beste Schauspielerin) Henriette Confurius. Während der Show sass sie in ihrem Sessel, als wäre es ihr Gartenstuhl, betrat dann die Bühne in verwaschener Jeans, Wollpulli und Booties und sagte dann als Einstieg ihrer Dankesrede: «Oh Mann, ich habe gerade die ganze Zeit gedacht: Bitte nicht ich.» Ja, das dachte ich auch... Schon klar, sie ist jung und muss noch ein bisschen gegen das Establishment krawallen, aber für die Gastgeber und uns alle, die sich aus Respekt in schöne Roben warfen, war das eine Watsche. Ob sie nächstes Jahr wieder eingeladen wird? Ich glaube nicht...

Die Abergläubische
Neben Heidi Klum war Hilary Swank natürlich der grösste Stern - was sie nicht daran hinderte, am Nachmittag noch im SoHo-House in die Pedicure zu gehen, wo sie neben anderen BAMBI-Geladenen ihre Füsse ins Wasser streckte (mit Mega-Halux, wie jemand erzählte). Abends sah man aber nur ihre schönsten Seiten: Ihr Kleid von Naeem Khan und die Ohrringe von Chopard, die sie 2005 schon trug, als sie mit «Million Dollar Baby» den Oscar gewann. Glücksbringer, wie sie sagte.

Die Pflichtbewusste
Cathy Hummels erzählte, dass sie vor drei (!) Wochen mit der Anprobe ihrer BAMBI-Roben begann (das ist eine ernste Sache). Wie viele Outfits sie zur Auswahl hatte? Zwanzig. Zwanzig, aus denen sie eines aussuchen musste. Ich wäre zusammengebrochen. Zum Vergleich: Ich hatte einen Abend vor dem BAMBI drei Kleider zur Auswahl: Eines, das hinten nicht zuging. Das andere, das zu kurz war und dann noch einen Rock, den ich in den Tiefen meines Schranks fand. Kombiniert mit einem Seidenshirt niederster Qualität eines schwedischen Fashion-Grosskonzerns stand mein Outfit. Cathy hingegen wählte Talbot Runhof - was sehr gut aussah.

Zurück in Bayern trage ich wieder Jogging-Hose im Büro und erfreue mich am grauen Teppich.

Bussi, Bussi aus München.

Im Dossier: Alle Blogs von Deborah Neufeld