Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Vom Schätzelein bis zum Punk: Best of 2014

Happy New Year from Cape Town! Bevor wir feuchtfröhlich ins neue Jahr starten, zollen wir ein letztes Mal dem alten Tribut. Ohne Nostalgie, dafür mit einigen «Yay!s» und «Oh Gotts», die die Prominenten 2014 geliefert haben.
Schickeria-Blog Deborah Neufeld: Bai Ling Instagram Busenblitzer
© Getty Images

Schauspielerin Bai Ling ist Deborah Neufelds «Worstangezogener Promi des Jahres».

Ende Gelände, aus die Maus: 2014 ist Geschichte! Und Geschichte haben einige Promis im vergangenen Jahr geschrieben. Vielleicht nicht für die Ewigkeit, aber doch so viel, um im ultimativen Debbie-Rückblick erwähnt zu werden. Hier also meine persönlichen Highlights:

Bestangezogener Promi des Jahres
Coolstes Mami und schönste Modefrau des Jahres ist Königin Máxima von Holland. Mit 50 Kilo Körpergewicht gut auszuschauen, ist nicht so eine Kunst. Sie aber, die nicht gerade Size Zero trägt, ist bei jedem öffentlichen Auftritt ein Feuerwerk für die Augen. In kurzen Kleidern, grossen Roben oder in sportlichen Hosen: Sie trifft es vor allem farblich immer auf den Punkt und kombiniert ihre Teile so gekonnt wie Bob Ross auf seinen Malpaletten spielt. Und als Königin darf sie noch immer einen Hut oder Fascinator tragen, ohne dass jemand lacht. (Würde ich auch gerne, aber ich glaube, dann würden sie mich in der Redaktion nicht mehr für voll nehmen). Deshalb zwei neidvoll geschwollene Daumen hoch!

Worstangezogener Promi des Jahres
Wer sich mit so vielen «Wunderbar / Sonderbar» umgibt wie ich, der erkennt irgendwann magische Intervalle: Es sind leider immer wieder die gleichen Leute, die sehr gut gekleidet sind und diejenigen, die modisch eigentlich immer in die Tonne greifen. Zu ihnen gehören Annemarie Eilfeld von DSDS, Schauspielerin Eva Habermann oder eben Bai Ling. Weil es die chinesische Schauspielerin aber mit so viel Absicht macht, gehört ihr der Titel der am miesesten gekleideteten Prominenten. Egal was sie trägt, es rutscht immer der Busen raus, das Make-up erinnert an eine Puppe und die Accessoires passen nie. Wenigstens hat sie das Selbstbewusstsein, alles genau so zu tragen und sich nicht um meine Kommentare zu scheren.

Schätzelein des Jahres
Letztes Jahr gab es wahrscheinlich niemanden, in die sich mehr Menschen verliebt haben als in Helene Fischer. Egal wie fest man Schlager hassen kann, egal wie viel sie in den Interviews erzählt, ohne wirklich was von sich preiszugeben, egal ob Mami oder Papi, Schwester oder Brüder: Sie finden irgendwie alle gut. Sie singt und tanzt, lacht und ist damit momentan über-all! Und wer sich öffentlich jemals äusserte, dass er langsam aber sicher genug hat von Helene Fischer, wurde noch mit einem Shitstorm zu Boden gebracht. (Arme Carolin Kebekus, Michael Mittermeier und Gina Lisa Lohfink...).

Nerd des Jahres
Der doofste Promi des Jahres ist leider auch eine Frau: Bettina Wulff. Schon das Veröffentlichen ihrer Geschichte als Frau an Christian Wulffs Seite war eine Oberpleite und so ein Affront ihrem damaligen Mann gegenüber. Dann bereut sie es öffentlich und versuchte 2014 mit allen Mitteln wieder in die Öffentlichkeit zu kommen. Womit, weiss sie wohl selber nicht so genau. Deshalb geht sie in Talkshows, in Kochshows und zeigt sich auf allen möglichen roten Teppichen. Sie ist damit nur eine von vielen, die das Rampenlicht vermissen, schon klar. Aber bei einer ehemaligen First Lady ist die Fallhöhe einfach grösser. Ein guter Artikel dazu, den sie sich beim geplanten Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» wohl etwas anders vorgestellt hatte...

Prolls des Jahres
Hier kann ich mich nicht so richtig entscheiden: Sind es die Geissens oder doch die Bellers? Für die Geissens spricht, dass sie mit ihren Strass-Looks und dem «Roooooobert»-Geschrei wahren Wiedererkennungswert geschaffen haben und erstaunlicherweise bei niemandem, den ich kenne, Neid erzeugen. Auch wenn sie ein dekadentes Leben führen, haben sie das Image der netten Familie von nebenan, der man nichts anderes gönnt. Anders bei den Bellers: Denen gönnt man es irgendwie nicht. Cool ist zwar Irinas Internationalität, wenn sie wie ein Weltstar rumflucht, wenn der Champagner im SRF-Studio zu warm ist. Doch dann kommen wieder Aussagen wie: «Männer sind einander so ähnlich, da kann man auch gleich den reichsten behalten.» Erschienen in ihrem ersten Buch, das es nicht auf die Bestsellerliste geschafft hat. Den Titel sollen sich «The Fantastic Four» Geissens/Beller deshalb teilen. Seit Kurzem haben sie ja einen offiziellen Streit miteinander, weshalb alle Anrecht auf die Bezeichnung haben.

Haustier des Jahres
Gibt es ein Tier, das berühmter ist als Karl Lagerfelds Katze? Choupette (ein Name, der eher nach der Bezeichnung eines Fussteppich-Modells klingt) hat eine eigene Zeitung, einen eigenen Instagram-Account und ist jetzt Werbegesicht (!) von Opel Corsa. (Kommst du klar?). Schade, dass sie nicht begreifen kann, was um sie herum passiert. Ihre Memoiren würden viel Geld auf ihr Konto bringen. Meowwwwww!

 

I swear it isn't Playgirl magazine!

Ein von Choupette Lagerfeld (@choupettesdiary) gepostetes Foto am

Dez 12, 2014 at 12:55 PST



Überdruss des Jahres
Auch ein Titel, der schwierig zu vergeben ist, da zwei Frauen so ständig auf sich aufmerksam gemacht haben, das einem fast schlecht wurde: Kim Kardashian und Cara Delevingne. Zwar träume ich von so vielen Instagram-Followern, wie sie es haben (Kim: 22,9 Mio. und Cara: 8,7 Mio.). Doch seit ich das Gefühl habe, ich sehe die beiden öfter als meine Mutter, strapazieren sie meine Nerven. Ich würde vorschlagen, ein paar schöne Bilderrahmen zu kaufen, und die Fotos in den eigenen vier Wänden (resp. 900-Zimmer-Villen) aufzuhängen.

Punk des Jahres
Sie ist und bleibt mein Idol (auf Lebzeiten): Gloria von Thurn und Taxis. Schon in den Achtzigerjahren drehte sie - als Adelige - mit bunt gefärbten Haaren und Schulterpolstern bis zum Anschlag in die Öffentlichkeit und tat, als sei sie keine Tochter eines Grafen sondern die Königin des Trashs. Vergangenes Jahr tauchte sie natürlich standesgemäss an der Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth in Tutzing auf: Dirndl, Pelzstola, Lederhandschuhe und Siegerpose. Und am Polterabend im P1 zuvor kam sie mit runder, gelber XXL-Brille, die die Grösse einer Taucherbrille hatte. Ich meine, geht es noch besser? Und wenn es ihr dann doch zu bunt wird, geht sie einfach ungeschminkt auf öffentliche Termine. Warum sie das tut? Weil sie’s kann!

Schickeria-Blog Deborah Neufeld: Gloria von Thurn und Taxis Hochzeit Vermögen
© Getty Images

Gloria von Thurn und Taxis am Oktoberfest 2014.

Bitte, liebe Promis, mehr, mehr, mehr im kommenden Jahr. Ich freue mich.

Bussi, Bussi von weit weg.

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