Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Tops und Flops am Deutschen Filmball

Wo andere im Januarloch verschwinden, arbeitet Bloggerin Deborah Neufeld bereits ihre ersten Roten Teppiche ab. Erster Tatort 2016: Der Deutsche Filmball, yeah...
Elyas M'Barek Freundin Filmball Oliver Berben Frau
© Getty Images

Powercouples: Elyas M'Barek mit Freundin Julia (l.) sowie Katrin und Oliver Berben.

Diese Party war etwas Besonderes - nicht nur, weil es die erste im neuen Jahr war, sondern weil wir auf einen Ball gingen. Da machen sich die Gäste immer besonders schön und sind schon in Stimmung, bevor sie verladen sind. Hier sind die Tops und Flops des vergangenen Samstags am 43. Deutschen Filmball im Hotel Bayerischer Hof:

Der Schock des Abends
Ja, es ist tatsächlich passiert: Der Schwarm der Nation, Elyas M’Barek, hat der Öffentlichkeit erstmals ein Mädchen präsentiert. Das war natürlich der Schock für alle Minderjährigen und alle Schwulen und die Sensation für alle Journalisten. Doch bei dem vielen Blitzlichtgewitter hatte er gar keine Lust, auch noch was zu seinem neuen Beziehungsstatus zu sagen: Egal, wann ich rüberschaute, es standen immer Journalisten wie bei Migros an der Kasse in einer Schlange und warteten, damit er sich kurz umdrehen würde, um ein, zwei Sätze mit ihnen zu reden. Tat er aber nicht, ha ha. Stattdessen zeigte er ihnen den ganzen Abend den Hinterkopf und begnügte sich damit, ihnen diesen Gefallen NICHT zu tun.

Die Verschmähten
Völlig unter ging das andere neue Liebes-Paar: Ralph Siegel und seine Laura Käfer. Wegen Elyas M´Barek wurde den beiden so gar keine Beachtung geschenkt. Dabei wäre diese Verbindung genau so bewegend. Er 70, sie 33. Er Deutscher, sie Schweizerin. Er Schlagerkönig, sie Bookerin des Techno-Königs DJ Antoine. Aber eben: Ich bin wohl die einzige, die die beiden zusammen so dermassen abgefahren finde. Alle anderen beschäftigten sich mit M´Barek.

Die Powercouples
Gemauschelt wird nicht nur in einem kleinen Land wie der Schweiz, sondern natürlich auch auf einem Filmball. So will es der Zufall, dass von gleich drei einflussreichen Filmschaffenden (Filmproduzent Oliver Berben, Filmproduzent Quirin Berg und Constantin-Film-Geschäftsführer Torsten Koch) die Partnerinnen PR für grosse Mode-Unternehmen machen. Somit gab es für die Schauspieler neben der Einladung zum Filmball auch gleich das Fashion-Gesamtpaket obendrauf und alle waren glücklich, die Produzenten, ihre Freundinnen, die PR-Agenturen, bei denen sie auf der Pay-Roll stehen und die Designer, die von den Stars getragen wurden.

Der Hit
Das Beste am ganzen Abend war die Live-Band. (Ich bin ja bekennender Fan von Live-Musik und wünsche mir auch eine zum Geburtstag, zur Hochzeit oder zur Beerdigung). Und welches war der Hit des Abends? Wer weiss es? Na...? Ich lüfte das Geheimnis: «Atemlos» von Helene Fischer. Jedes Mal ist das ein Phänomen für mich. Alle hassen den Song und machen sich lustig. Und wenn er gespielt wird, rasten sie geschlossen aus. «Atemlos...durch die Nacht...nä...nä...nä...mit uns macht...»: Jella Haase, Kai Wiesinger, Christiane Paul. Alle ganz vorne dabei. Und wenn jetzt jemand was Schlechtes über das Dschungelcamp sagt, werde ich böse...

Das Katastrophenkleid
Der Preis geht wieder einmal an Sophia Thomalla. Hauteng, Ausschnitt in der Taille, Brüste unter dem Hals, Tüll, Strass, Plastik, bla... Ich weiss, die meisten finden es meeega-sexy und die bei der «Bild»-Zeitung müssen eh jedes Mal ins Sauerstoffzelt, wenn die Sophia auf den roten Teppich steigt. Ich verstehe es nicht. Das ist, wie wenn ich Olivia Jones für ihre Weiblichkeit loben würde...

Das Single-Girl
Laut Etikette musste Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (gefühlt 20 Kilo erschlankt) den Ball mit einem Tanz eröffnen. Das Blöde ist, dass sie keinen Freund hat und sich jedes Jahr die Frage stellt, wer sich als Partner anbietet. Dieses Jahr war es SPIO-(Spitzenorganisation der Filmwirtschaft)-Präsident Alfred Holighaus. Wobei ich ihr eher einen jungen Typen wie Elyas an die Seite wünschte, mit dem sie «Dirty Dancing» nachspielt. Vielleicht nächstes Jahr...

Und jetzt fertig getanzt. Es geht auf die Fashion Week nach Berlin.

Bussi, Bussi aus München.

Im Dossier: Alles Schickeria-Blogs von Deborah Neufeld