Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Stars und ihr Marktwert

Bekanntheit ist das Kapital der Celebrities. Nach der Fashion Week in Berlin verrät Bloggerin Deborah Neufeld, wer Cash bedeutet - und wer Trash...
Deborah Neufeld (München) Blog über Fashion Week Berlin
© ZVG

Heike Makatsch macht nicht alle (Journalisten) glücklich.

Am Wochenende war ich in Düsseldorf auf der Modemesse (CPD), wo deutsche Brands ihre Herbst/Winter-Kollektionen für die Einkäufer präsentierten. Lieblingsthema war die Fashion Week in Berlin, die eine Woche davor zu Ende gegangen war. Unter Mode-Experten, Einkäuferinnen, PR-Girls und Redakteurinnen tratschten wir über die Shows, Pleiten, Pech und Pannen sowie über die Prominenten vor Ort. Denn von welchem Designer sie eingeladen waren und wo sie sassen, verriet, welchen Status sie haben. Hier mein Beliebtheits-Ranking aus Sicht der Medien:

Front Row

Franziska Knuppe: Was in der Schweiz mit Sarina Arnold das «Buttermeitli» ist, ist in Deutschland Franzi Knuppe (gesehen bei Kilian Kerner). Sie sitzt mindestens so oft als Gast in einer Show, wie sie läuft. Mit ihrem nordischen Aussehen, der Zuverlässigkeit und Bescheidenheit ist sie der Inbegriff der deutschen Frau und wahnsinnig beliebt dafür.

Heike Makatsch: Viele Journalisten haben eine Hassliebe zu ihr. Die Fotografen prügeln sich um ein Foto von ihr (bei Lala Berlin), weil sie ihre Auftritte sehr exklusiv wählt und lieber in Cannes aufschlägt als auf x-beliebigen Roten Teppichen Deutschlands. Doch sie geht auch vielen auf die Nerven, weil sie ihr Privatleben so geheim hält wie der US-Geheimdienst Barack Obamas Handynummer.

Heino Ferch: Wenn dann schon mal ein Mann auf der Fashion Week auftaucht, dann ist er der Star (gesehen bei Laurèl). Als Schauspieler in grossen Produktionen wie «Der Untergang» oder «Tatort» wird er sehr geschätzt und ist oft in einer Clique beliebter Schauspielerinnen (Natalia Wörner, Ursula Karven) unterwegs.

Hauptsache Sitzplatz

Lena Gercke: Hübsch, gut gestylt und als Moderatorin auch sehr sympathisch - alle warten, dass da noch was kommt. Doch richtig glauben tut das niemand mehr, und so hebt sie sich immer weniger von den allgemeinen «GNTM»-Mäuschen ab (gesehen bei Maybelline).

Rebecca Mir: Auch sie ist ein «GNTM»-Kind und ist auf der Fashion Week entweder auf dem Runway oder in der Front Row (z.B. bei Maybelline). Doch sie überschätzt sich für das, was sie leistet und hat zu viele Allüren: Nur durch moderieren und heiraten hebt sie sich zu wenig ab.

Nova Meierhenrich: Bei ihr weiss niemand so genau, was sie arbeitet und warum sie immer eingeladen ist (z.B. bei Guido Maria Kretschmer). Aber sie folgt brav jeder Einladung und schafft es mit ihrem süssen Lächeln erstaunlicherweise (noch immer) in viele Magazine.

Hausverbot

Simone Ballack: Natürlich sah man sie ganz vorne am Laufsteg sitzen (bei Dimitri), doch das spricht nicht wirklich für den Designer. Als einstige Spielerfrau gehört sie gerade in München nur zur Lokalprominenz und weist damit darauf hin, dass ein Event eher schlecht besetzt ist.

Rolfe Scheider: Vielleicht hatte er als «GNTM»-Juror mal vor langer Zeit etwas Glaubwürdigkeit als Mode-Experte, doch seit dem Dschungelcamp trollt er nur noch von einer Party zur nächsten. Wo gesehen? Gefühlt überall.

Simone Thomalla: Sie ist auch die einzige, die sich selbst noch für die A-Klasse hält. Doch nach ihren Zeiten als «Tatort»-Kommissarin hat sie in Sachen Image sehr abgebaut und muss sich schon uneingeladen in die Front Row mogeln...


Und ich sitze jetzt auch wieder in der Front Row in München - zuvorderst an meinem Schreibtisch...

Bussi, Bussi aus München.

Im Dossier: Alle Schickeria-Blogs von Deborah Neufeld