Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Tops und Flops an der Goldenen Kamera 2015

Einer der wichtigsten Medienpreise feierte seinen 50. Geburtstag. Doch nicht nur Gewinner wie Susan Sarandon oder Kevin Spacey rückten ins Rampenlicht. Bloggerin Deborah Neufeld fand auch Highlights zwischen den Zeilen, pardon, zwischen den Preisträgern...
Goldene Kamera 2015 Iris Berben Promis Gäste
© Getty Images

Iris Berben ist ein altbekanntes Gesicht bei der Goldenen Kamera.

Rund 1200 Gäste vor Ort und 50 Jahre Existenz machen die Goldene Kamera in Hamburg zu einem der wichtigsten Medienpreise Deutschlands. Auf Wikipedia steht: «Seit dem Jahr 1966 werden jährlich - mit ganz wenigen Ausnahmen - nur Personen ausgezeichnet, die den Preis auch vor Ort persönlich entgegennehmen.» Witzig, dass das extra hervorgehoben wird. Wer es bis jetzt nicht geschnallt hat: Jede Award-Show vergibt nur Preise an Menschen, die ihre Zusage garantieren. Warum sollte man sonst auch Preise verteilen? Bei der Goldenen Kamera wird es wenigstens zugegeben, und so kamen alle nominierten Persönlichkeiten schön brav in die Hansestadt, mit folgenden Momentchen, die es hervorzuheben lohnt:

Die Heulsuse
Schauspielerin Iris Berben gehört quasi zum Inventar des Events. 1987 bekam sie ihre erste Goldene Kamera - man kann sich also vorstellen, wie lange und wie oft sie schon im Publikum sass. Dass sie noch immer sehr emotional reagiert, zeigte sich während der Show. Dort schossen ihr die Tränen in die Augen, weil sie sich am Bildschirm mit Tränen in den Augen sah. Ha ha. Die Organisatoren hatten einen Zusammenschnitt erstellt aus allen Heulmomenten von Iris@Goldene Kamera. Sehr emotional (und Tränen-ansteckend).

Das Pokerface
Einer der Mega-Stars war Arnold Schwarzenegger, der seine Freundin Heather Milligan mit nach Deutschland gebracht hatte. Wie er hat auch sein Sohn eine neue Freundin. Sie
heisst Miley Cyrus und turnt gerne nackt auf Abrissbirnen rum. Auf die Frage, was der Vater zur Beziehung des Sohnes sagt, kam nur: «Ja ja, genau. Viel Spass, okay?» Auf Schweizerdeutsch übersetzt: «Lönd mi in Rueh mit derä Zwätschge.»

Das Hottie
Ich müsste sie dafür hassen. Denn es reicht ja nicht, dass sie reicher ist. Verona Pooth und mich trennen auch noch 13 Jahre Altersunterschied und trotzdem hat sie den schönsten Body, den die Goldene Kamera 2015 gesehen hat. Ihr modernes Deux-Pièces von Elisabetta Franchi zauberte einen Traumrücken und einen Bauch so flach wie der Bodensee. Eine Schweinerei.

Verona Pooth Mutter an Goldene Kamera 2015
© Getty Images

Die Überraschende
Früher rüpelte sie herum und machte mit Hits wie «Du liebst mich nicht» auf Krawall-Schwester. Dann hörte man lange, lange nichts mehr von ihr. Und jetzt taucht Sabrina Setlur schön wie eine Blume wieder in der Öffentlichkeit auf. Das Komische dabei ist, dass sie eigentlich noch immer nicht in den Medien erscheinen will. Oder hat mal jemand was über sie gelesen in den letzten Jahren? Trotzdem liess sie es sich nicht nehmen, in einem sehr coolen Schösschenkleid zu posieren. Gerne würde ich wissen, wie es ihr seit der Affäre mit Boris Becker 2001 ergangen ist und was nach ihrem Auftritt bei «Grill den Henssler» noch alles kommt.

Die Lustigste
Oft fand ich sie blöd, an diesem Abend hat sie zu Tränen gerührt. Vor Lachen: Cordula Stratmann. Den internationalen Gäste erklärte sie, dass Lästereien über «Wetten, dass..?» von Tom Hanks oder Halle Berry die Deutschen ganz schön kränke. «Denn ja, okay, wir sind wahrscheinlich sehr seltsam, streckenweise sind wir tierisch unsympathisch, es sind viele extrem geizig, manche riechen schlecht. Das gibt es, das gibt es alles hier im Land, ja. Das wissen wir auch selbst, aber ich möchte heute Abend, dass sie eines mitnehmen: Wir Deutschen sind sehr bescheiden.» Wie meinen? Ja, die Goldene Kamera sei gar nicht aus Gold, sondern gefüllt mit Salzteig.

Alles Lüge - die goldene Kamera ist wirklich aus Gold, und die Deutschen riechen auch nicht schlecht. (Ich weiss es). Nur sarkastisch, das waren sie auf wunderbare Weise.

Bussi, Bussi aus München.

Im Dossier: Alle Schickeria-Blogs von Deborah Neufeld