Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Georgina, Prinz Schaumi und andere Halloween-Monster

Das Gruseln hat einen Namen: «Horror Glam Night» im Europa-Park. Eine Grenzerfahrung für Bloggerin Deborah Neufeld. Und das nicht nur wegen den erschreckenden Kostümen.

Okay, DAS war einer der schlimmsten Abende, die ich je erlebt habe. Und das lag nicht an sechs Stunden Stau von München nach Rust oder dem Hotelzimmer, in dem vier (!) zusätzliche Kinderbetten standen. Der Europa-Park feierte seine erste «Horror Glam Night», eine Halloweenparty, die mir so viele Schreckensmomente bescherte, dass es für ein ganzes Leben reicht.

Eigentlich fing alles ganz harmlos an: Roter Teppich, Gala-Dinner, später der Besuch im Geisterschloss und dann die Party im Vampire’s Club. Und dazwischen wunderschöne Promi-Frauen, die sich gekonnt in Schale warfen: Gastgeberin Miriam Mack als Kleopatra (und Schwester von Pocher-Ex Monica Ivancan) oder die Schweizerin und ehemalige «Verbotene Liebe»-Darstellerin Renee Weibel, die als blutverschmiertes Rotkäppchen auftrat.
Das Essen («Feuriger Teufelsfinger auf Kürbis-Chili-Chutney», «Zerschossenes & geschreddertes Rindfleisch» und «Fusszehe auf Himbeerspiegel», ha ha) war sehr, sehr fein. Die Performance von Feuerschlucker und halbnackten Akrobatinnen war heiss und sexy. Und der ganze Vergnügungspark kam so stilecht daher, wie wenn Michael Jackson mit seinem «Thriller» gleich um die Ecke kommen würde.

Was mir wirklich Angst machte, waren die Kostüme der herumirrenden Monster: Blut, weisse Augen, schleimende Mäuler... (Ich wusste nicht, welchen Stress mein armer Körper durchlebt, wenn er von röchelnden Figuren erschreckt wird. Ich glaube, ich habe mich sogar eingenässt). Es wurde jedenfalls so schlimm, dass mich das Personal in den Club schleuste, obwohl der noch geschlossen war. Ende mit den Nerven. Schluss mit Lustig.

Doch für Gänsehaut sorgten auch einige eingeladene Promis. Georgina Bülowius, der rothaarige Bachelor-Satansbraten, die in echt genau so grausam ist wie am Bildschirm: «Meine Fans auf Facebook wollten, dass ich als Hexe komme. Aber sie meinten, dann müsse ich mich ja gar nicht verkleiden.» (...)
Der Fotograf Oliver Rath und Marc Terenzi, Ex von Sarah Connor und Ideengeber für die Halloween-Party im Europa-Park. Ich fragte ihn, wie lange er schon mit seiner Freundin zusammen sei: «Wir daten jetzt seit einem Jahr, you know. Myriel stand mir immer bei und baute mich auf, wenn es mir schlecht ging. She is awesome. Ich habe harte Zeiten hinter mir. You know, mit Girls mit Alkohol... Ich habe manchmal eine Flasche Vodka pro Tag getrunken, um überhaupt hochzukommen. Und ich fühlte mich nicht mal betrunken. It’s been a hard time.» Ohgottohgottohgott.

Heldenmässig fühlte sich auch seine Hoheit der promovierte Akademiker, Erbprinz Mag. Dr. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe-Nachod. (So heisst er auf seiner Website). Der «Promi-Big-Brother»-Traum kam im Einteiler mit falschen Muskeln, ha ha. Er sei ein Bad-Boy im Batman-Kostüm. Yeah! Jetzt, wo er wieder Single sei könne er diese Seite voll und ganz ausleben. Ich überlegte kurz: Deborah Prinzessin zu Schaumburg-Lippe... Nein, nicht mal DAS war es wert.

Vielleicht dann doch ein Immobilien-Makler? Marcel Remus bot sich an. Der «Mieten, kaufen, wohnen»-Spezialist erzählte, dass er wieder Single sei und manchmal ganz schön verkannt werde - «viele denken, ich sei ein versnobter Schnösel» -, dabei sei er wirklich bodenständig und suche ein Mädchen, das mit beiden Beinen im Leben stehe, aber auch bei einem wichtigen Dinner wisse, wie man Messer und Gabel halte. Jedenfalls hat er mir seine Email-Adresse gegeben, falls ich ein Mädchen wisse, das auf diese Beschreibung passt. Und bevor jemand rumheult, das sei indiskret. Er hat es mir ausdrücklich erlaubt, seinen Kontakt rauszugeben: mr@marcelremus.com. (Sollte sich daraus eine Liebesgeschichte ergeben, möchte ich es bitte wissen!)

Ich bin froh, dass ich trotz Kinderbetten-Invasion, eine friedliche und geruhsame Nacht erlebt habe und für den Rückweg nur noch fünf Stunden fahren musste.

Bussi, Bussi aus München.

Ps. Hier der grausig-schöne Film dazu: