Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Hello Ibiza!

Wer sagt, Ferien sind zum Relaxen da? Bloggerin Deborah Neufeld hat auf Ibiza ihre hart erarbeitete Entspannung zunichte gemacht und Augenringe-Zählen gespielt. Hier verrät sie die besten Tipps für schlaflose Urlaubstage und -nächte...

Eigentlich hatte ich ganz andere Pläne: Zehn Tage Formentera - Füsse hoch und alles hinter mir lassen. Doch auf dem Heimweg nach München haben mich spanische Sirenen von der Fähre runtergelockt und mir vorgesungen, wohin man gerade so geht...

Strände
Hier gibt es Strände für jede Gelegenheit. Der «Aguas Blancas» ist vor allem bei den Einheimischen beliebt und offiziell ein FKK-Strand. Das Besondere ist, dass man hierherkommt, wenn man den Sonnenaufgang sehen will. Also bitte früh aufstehen, oder lange durchhalten. Dafür darf man das Badhösli auch anbehalten. Für den schönsten Sonnenuntergang geht man an den «Cala Conta» und zum Feiern ins «Beachhouse» - wovon Inselfans sehr schwärmen. Gerade mittwoch- und sonntagabends ist das DJ-Line-Up zum Ausrasten gut. Wer einen Tisch nimmt, kann sich gleich den Security und die persönliche Assistentin dazu reservieren.

Essen am Tag
Schon fast eine Legende ist das Café «Croissant Show» in der Altstadt. Während der Saison öffnet es um 6 Uhr, wo sich nicht Fuchs und Hase, aber Frühaufsteher und Clubber die Hand geben. Sehr fein: alles aus Blätterteig und die Quiches. Viel vernünftiger ist das «Passion», das die Kroatin Lina 2002 gegründet hat. Dort isst man so schöne gesunde Sachen, wie Avocado-Toast und man trinkt dazu einen Smoothie. Und wer es sehr einfach mag, der geht ins «Ses Boques» - ein Strandlokal, das so herrlich rustikal, aber mit seinen Meeresfrüchten auch authentisch ist.

Essen am Abend
Im «Cami de Balafia» isst man, was auf den Tisch kommt - will heissen, es gibt keine Speisekarte, sondern feinstes Chicken, Lamm oder Schwein vom Grill und dazu Kartoffeln und Tomaten - das ist alles. Mutti der Wirtefamilie schreibt die Servietten noch von Hand an und empfängt auch mal Stars wie Kate Moss. Und wer ein richtiges Spektaktel erleben will, der geht ins «Sublimotion»: ein Restaurant, in dem es genau einen Tisch mit sechs Plätzen gibt, wo das Menu 1500 Euro pro Person kostet und das Unterhaltungsprogramm gigantisch ist.

Ausgehen
Clubben gehört zu Ibiza wie das Amen in der Kirche. Der neuste Spot ist das «Heart», dessen Mitbesitzer auch der knallbunte «Cirque du soleil» gehört. So bunt ist dann auch die Unterhaltung im «Supper Clubs» des «Hearts». Oben auf der Terrasse frisst man sich für 80 Euro pro Nase durch die verschiedenen Essstände und im Club wird dann getanzt. Ich mochte auch das «Lio» mit seinem Pool im Club und der Aussicht auf die teuren Boote im Hafen. Meine Freundin Juliette, eine waschechte Inselbewohnerin, empfiehlt vor allem den Sonntag als Ausgehtag...

Shopping
Sehr typisch für die Insel ist der Gipsy-Style, z.B. vom Label «Las Noches Ibiza» mit seinen bunt-kitschigen Kleidern und Kaftans mit ganz viel Strass, Baby (wäre in München nicht möglich, doch hier passt es). Und als gemütliche Alternative das Label «Ibiza Republic», das bequeme Shirts und Hoodies für am Tag verkauft. Einer der schönsten Shops für teure Ware ist ausserdem das «Histericompliments» - und ich schrei vor Glück.

Fazit
Auch wenn die Insel klein ist, tobt hier das Leben. Ruhige Strände und angesagte Clubs gehen Hand in Hand und vereint Partymäuse mit Aussteiger-Hippies. Auch ich habe seit Sonntag einen Übernamen. Braune Knackwurst - I like.

Bussi, Bussi aus München.

Im Dossier: Alle «Bussi, bussi - der Schickeria-Blog»-Beiträge von Deborah Neufeld