Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Klotzen, nicht kleckern am Zürcher Kispi-Ball

Kaviar und Cash für den guten Zweck. Wenn das Baur au Lac zur Spenden-Gala ruft, darf sich jeder wie ein Millionär fühlen - sogar Bloggerin Deborah Neufeld. Doch nicht alle sind gern gesehene Gäste...

G.L.A.M.O.R.O.U.S! Nach letztem Wochenende geht mir der Song der Sängerin Fergie nicht mehr aus dem Kopf. Denn «glamourös» beschreibt mein Wochenende in der Heimat recht gut.

Im feinen Hotel Baur au Lac am Zürichsee feierte das Kinderspital seinen zehnten Kispi-Ball und sammelte zum runden Geburtstag eine Rekordspende: 750'000 Franken und weitere 142'000 Franken durch die Auktion des Hauses Cyril Koller. Tolle Live-Band, feinstes Dinner (Rinderfilet zum Losstöhnen) und eine Deko wie bei einer Hollywood-Hochzeit. Wer dachte, das Publikum sei steinalt, weil steinreich, der hat sich geirrt. Auffallend viele Gäste, wie Tim Vögele, die aktuelle Miss Schweiz Laetitia Guarino und Model Olivia Fischer, machten die Party jung und knackig.

Solche Anlässe, glaube ich, kosten die Schweizer immer ein bisschen Überwindung. Denn sie müssen ihren inneren, angeborenen Bescheidenheits-Schweinehund überwinden: Auf der einen Seite wollen sie grosszügig sein und viel Gutes tun, auf der anderen Seite ist es ihnen wahnsinnig unangenehm, wenn sie damit in der Öffentlichkeit auffallen.

Nicht zu ihnen gehörten Gäste wie zum Beispiel Ljuba Manz, Silvia Affolter oder mein lieber Freund Patrick Liotard-Vogt. Die Bühne war seine. Er sass gleich vor der Tanzfläche, machte Gäste, wie Sandra Bauknecht und Adels-Lady Katharina Dijon von Monteton zu seinen Tischdamen, und dann spendierte er auch noch den teuersten Preis für die Auktion.

In Kürze eröffnet Patrick seine «Belle Mont Farm» auf Kittitian Hill in St. Kitts und entschied, für den guten Zweck zehn Tage Aufenthalt plus zwei Businessflüge in die Versteigerung zu geben. Erlös: 35'000 Franken. Er sagt, ein spontaner Einfall. Ich sage, eine super PR-Idee. All eyes on him. Welcher Dame er das für 25'000 Franken ersteigerte Bracelet schenken will, behielt er für sich. (Zwei Tage nach dem Ball trug er es jedenfalls selber noch, wie er erzählte.)

Andere, wie Lukas Mühlemann, liessen sich nur sehr widerwillig vor den Kameras blicken und dritte, wie Ex-Miss-Schweiz Nadine Vinzens, regten sich richtig auf, dass sie Fernsehinterviews geben mussten. Sie lebt ja in Los Angeles und hat gerade einen Film abgedreht. Ist das eine News? Wenn nein - es fällt mir einfach nichts mehr zu ihr ein.

Nur bei einem Paar waren wohl alle sehr, sehr froh, dass es nicht auftauchte: die Schweizer Geissens, Irina und Walter Beller. Andere Jahre kam die Millionärsgattin und Buchautorin halb nackt zur Feier und versteckte das RTL-Exclusiv-Team am Strassenrand, weil dieses im Gebäude nicht filmen durfte. (Freunde erzählten mir, dass sie wegen den beiden erst gar nicht mehr auf den Ball gehen.) Und dieses Jahr waren sie selber nicht mehr dabei. Magic? Nein. Wahrscheinlich erstmals in Schweizer Gesellschaftskreisen wurden ehemalige Kispi-Ball-Gäste schriftlich angehalten, dem Anlass doch bitte fernzubleiben. Aber nicht traurig sein, Irina: Damit hast so gar DU mal eine gute Tat vollbracht!

Die letzten Worte gehören den wirklich «Guten» dieses Abends: Happy Birthday und Congratulation den Organisatoren Felix Sennhauser und Michel Rey. Auf die nächsten zehn Jahre Charity mit exponentiell steigenden Spendeneinnahmen.

Bussi, Bussi aus München.

Und hier der Song dazu:

Im Dossier: Alle Blogs von Deborah Neufeld