Bussi, Bussi - der Schickeria-Blog

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Zwischen Cüpli, Bier und Blitzlichtgewitter: Eine Schweizerin mischt sich unter die deutsche Prominenz.

Diese Schweizer rocken Deutschland

Liebe Deutsche. Auch wenn Ihr kaum Notiz von der helvetischen Celebrity-Szene nehmt, schaffen es ein Paar wenige Schweizer Sternchen immer wieder in euren Promi-Kosmos. Bloggerin Deborah Neufeld stellt fünf aktuelle Durchstarter(li) vor...
Francine Jordi Facebook Musikantenstadl mit Alexander Mazza
© SRF

Eine Schweizerin und ein Deutscher präsentieren bald den «Musikantenstadl» im Doppelpack: Francince Jordi und Alexander Mazza.

«Fransin Schordi oder so...». Ja, so oder so ähnlich heisst die neue Moderatorin des Musikantenstadls und das ist sogar bis nach Deutschland durchgedrungen. Nur wenn meine lieben Kollegen mit Namen wie Francine Jordi und Co. kämpfen, wird mir wieder einmal bewusst, wie weit unser Land vom grossen Kanton entfernt ist. Dabei gibt es ein Paar Sternli, die wir im Auge behalten müssen:

Joel Basman
Als 14-Jähriger wurde er als Schauspieler entdeckt und sieht elf Jahre später noch immer so jung aus. Nur an Erfahrung hat er mächtig zugelegt und ist jetzt als bester Nebendarsteller in «Wir sind jung. Wir sind stark» für den deutschen Filmpreis nominiert. Hooray. Joel, der im Zürcher Rotlichtmilieu zur Schule ging und im Schneideratelier seiner Eltern arbeitete, lebt heute in Berlin und spielte schon in Produktionen wie «Tatort» und «Unsere Mütter, unsere Väter». Den süssen Loverboy wird man ihm wohl nie abnehmen, doch als Charakterdarsteller kommt er noch ganz gross raus. Daumen nach oben!


DJ Antoine
Mich hat immer ein bisschen schockiert, dass man in Deutschland trotz Songs wie «Ma Cherie» oder «Welcome to St. Tropez» das Gesicht dahinter nicht kannte. Mit der letzten Staffel «DSDS», die am Sonntag endete, hat sich das geändert. Jetzt heisst es plötzlich: «Ah doch, ja, ich weiss, wenn du meinst.» Doch damit hat es sich eigentlich schon. Auch wenn er mit seinen Party-Platten weiter Millionen scheffelt, hat er als Person kein bisschen an Format gewonnen und bleibt weit abgeschlagen hinter Mandy Capristo und sogar Heino (das muss man sich man vorstellen). Meine Kristallkugel sagt: Das wars mit dem Schweizer Promi-Status. Langweilig. Daumen runter.

Michelle Hunziker
Ihr mieses Hochdeutsch verschaffte ihr vor Jahren schon viele Sympathien in Deutschland. Doch jetzt heisst es: mein Haus, mein Garten, meine Millionärs-Clan. Seit der Hochzeit mit Mode-Erbe Tommaso Trussardi ist sie laut «Bilanz» Mitbesitzerin eines Vermögens von 200 bis 250 Millionen Franken geworden. Mir ist bewusst, dass die Schätzungen einer «Bilanz» etwa so genau sind wie die Wetter-App auf meinem Handy (gar nicht). Aber auch wenn es nur 100 Milliönchen wären, ist sie damit auf der absoluten Winner-Seite und muss sich nie mehr um einen Auftrag sorgen. (Auch wenn sie wahrscheinlich weiterhin «Wetten, dass..?» moderieren könnte, wenn sie wollte). Daumen hoch.

Irina Beller
Mit ihrem Buch «Hello Mr. Rich» hat man das erste Mal über die Landesgrenzen hinaus Notiz von ihr genommen. Ich dachte ja, damit wäre es vorbei. Doch gerade erst durfte sie bei «Menschen bei Meischberger» mit ihren Provokationen teilhaben. Und wieder denke ich: Das wirds gewesen sein. Oder kann man einen Teil zwei zu diesem Thema schreiben? Daumen runter.

Francine Jordi
Zu Hause ist sie seit Jahren das Schätzeli der Nation. Mit ihrem neuen Moderationsjob beim Musikantenstadl steht ihr grösster Triumph aber bevor. Am Montag erst wurde ihr Co-Moderator Alexander Mazza ganz gross in der Bild vorgestellt. Ich bin sicher, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch sie grosse Interviews gibt und in Deutschland über die Schlagergrenzen hinaus bekannt wird. Daumen hoch!

Also: Debbie is watching you und hofft, ihre Prophezeiungen werden wahr.

Bussi, Bussi aus München

Im Dossier: Alle Schickeria-Blogs von Deborah Neufeld