Crikvenica, Kroatien

Drei Länder – drei Stunden. Durch Slowenien in die vorsaisonale Langeweile Crikvenicas an der dalmatischen Küste.

Ich habe meinen Co-Piloten Chris bis spätmorgens ausnüchtern lassen. Im Konvoi mit den Jungs von «Vanishing-Point» und «SunSeeker» haben wir uns gegen Mittag als Letzte auf den Weg ans Meer gemacht.

Ich bin die ganze Strecke gefahren. Slowenien war rasch durchquert. Während wir den kroatischen Zoll dank meinem kinderäugigen Engelslächeln problemlos passieren (meine wegen der frisch dunkelrot lackierten Zehennägel nackten Füsse auf den Pedalen haben sie nicht gesehen), hiess es für die beiden Bündner Duri und Carlo (wohl nicht zum letzten Mal): «Bitte zur Seite fahren». Tja...

Ernährungsberatung in der Autobahnraststätte

Mittagsrast in einem Marché. «Leicht und gesund. So ist’s richtig», meint mein lieber Beifahrer. «Leicht und gesund! So ein Quatsch!» «Was ist denn auf meinem Tablett nicht leicht und gesund?» «Frag lieber andersrum. A: Dein Tomatencrème-Süppchen. Eine mittlere Kalorienbombe. Und die im Öl badenden Gemüsetranchen unter Deinem Bohnensalat an Frischkäsesauce ist auch nicht ohne. Von der Semmel will ich jetzt gar nicht anfangen.» «Was ist denn an meinem Brötli nicht in Ordnung?»

Auch von komplexen und einfachen Kohlehydraten hat hier am Tisch noch niemand gehört. Keinen blassen Schimmer von Ernährungslehre, meine lieben Jungs. Was für eine reine, diätunverseuchte Welt! Natürlich haben sie sich von meinem kleinen Exkurs auch nicht den Appetit verderben lassen.

Küstenkontakt ohne Badeplausch

Am späten Nachmittag trudeln alle im regnerischen Crikvenica an der dalmatischen Küste ein. Hier ist wenig los. Ein langes Wechselspiel von verwaisten Gelaterias und Fischrestaurants an der Strandpromenade. Auch heute gibt’s wenig Grund für nächtliche Exzesse.