Damenriege

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AVATAR - Aufbruch nach Pandora

James Cameron's Geschichte von der humanoiden Spezies namens Na'vi mag im ersten Augenblick etwas dünn erscheinen. Aber die Bilder von Pandora's Flora und Fauna hallen Wochen nach dem Kinobesuch im Kopf nach. Diesen Film sieht man nicht, man erlebt ihn.

Die Geschichte von Jake Sully (Sam Worthington) und den Na'vi ist schnell erzählt; der frühere US-Marine Jake Sully ist seit einem Kampfeinsatz gelähmt. Er wird für das Avatar-Programm als Ersatz für seinen verstorbenen Zwillingsbruder nach Pandora verschifft. Dort trifft er auf den Körper des künstlichen Na'vi und muss, sehr zum Argwohn vom wissenschaftlichen Team, unter der Leitung von Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), ohne irgendwelche Vorkenntnisse die Arbeiten von seinem Bruder übernehmen. Mit dem Avatar(-Körper) hat Jake Sully augenblicklich Kontrolle über seine Beine und rennt der ganzen Crew um die Ohren.

Bei der ersten Expedition auf Pandora lernt Jake die Tochter des Na'vi Häuptlings, Neytiri, kennen. Getrennt von der Crew folgt Jake der schönen Unbekannten zu ihrem Omaticaya-Stamm und dem "Lebensbaum". Jake gewinnt das Vertrauen der Na'vi, lernt deren Lebensweise, Kultur, Sprache kennen und bindet sich gemäss den Riten des Naturvolkes auf ewig mit Neytiri.

Der Konflikt für Jake Sully entsteht, in dem er zu Beginn seiner Arbeit wertvolle Informationen über die Na'vi an die Söldner des Konzerns RDA liefert und gleichzeitig immer mehr das Vertrauen von Neytiri's Familie gewinnt. Dank den Informationen wird es für das Militär ein leichtes, den wunden Punkt der Na'vi's anzugreifen; deren Lebensbaum. Der wichtige Lebensbaum steht dem Konzern, gierig nach dem Rohstoff "Unobtanium", ganz schlicht im Weg und wird daher im Film brutal angegriffen und zerstört.

Aber wie erwähnt, die Geschichte ist weder neu, noch mit besonderem Tiefgang. Aber die Bilder und Welten, die einem in AVATAR (in 3D) gezeigt werden, sind einfach unglaublich. Die phantasievolle Flora und Fauna werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Die "Waldgeister" (eine Art Saat des heiligen Baumes), Eywa (die Verbindung der zahlreichen Bäume durch vielfältige synaptische Kontakte - auch mit den Na'vi) und die schwebenden Halleluja-Berge sind einfach wunderschön anzusehen.

Gewisse Bilder aus dem Film trage ich heute noch im Kopf mit. Und die Geschichte ist schlussendlich auch gut genug. Sicher kommen einem Parallelen zum Amazonas und den Ureinwohnern in den Sinn. Und man macht sich seine Gedanken, wie wir mit unserer Mutter Natur umgehen.

Würde ich den Film nochmals in 3D und im Kino anschauen? Aber sicher und möglichst weit vorne (ca. 8. Reihe), damit man so richtig in die Welt von Pandora abtauchen kann. Würde ich die DVD von AVATAR kaufen? YES!!!