Damenriege

Damenriege

Dein Name sei… Verwirrung!

Der Ständerat hat eine Revision des Namensrechts beschlossen. Dass jeder und jede im Falle einer Heirat den eigenen Namen behält, findet Löwenherz gut.

Eine Bürokollegin von mir hatte, als sie sich vermählte, den Namen ihres Mannes angenommen. Nur: ihr selber war offenbar leicht unwohl dabei, verhaspelte sie sich doch noch monatelang am Telefon: «Hier spricht Frau Müller… äh nein,  Moment, kurz überlegen.. Frau Meier, ‘tschuldigung.» Für uns andere im Büro war das jeweils witzig. Aber mal ehrlich: Wie schizophren ist das denn?

Ich kann Frauen nicht verstehen, die ihren Namen ändern. Gut, angenommen jemand heisst Frau Arschkriecher – dann ist sie vielleicht heilfroh, den Namen von Herrn Schmid annehmen zu können. Aber so heissen die meisten zum Glück ja nicht.

Identitäts-Schizophrenie?
Mich persönlich gruselts bei der Vorstellung, meine namentliche Identität nach – sagen wir - 30 Jahren einfach so aufzugeben. Während dieser 30 Jahre hat man Schulzeugnisse erhalten, einen Beruf ausgeübt, berufliche Anerkennung erarbeitet, soziale Kontakte geknüpft – alles unter einem bestimmten Namen. Der Name ist für die Identität wichtiger als der Pass.

«Wer? Frau wer? Achso, ich, ja.»
Der Name ist länger da als ein allfälliger Ehegatte – nämlich seit immer. Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich von heute auf morgen einen neuen Namen hätte. Vermutlich würde ich als arrogant bezeichnet werden, weil ich partout nicht hinhörte, wenn mich jemand riefe.

Und weil ich - wie wohl die meisten - nicht gern als arrogant bezeichnet werde, ist für mich die Beantwortung dieser Frage recht schnell recht eindeutig: Löwenherz forever!