Damenriege

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Der High Heel Walk-Kurs.

Missy wollt mit einer Kollegin lernen, wie man es länger als 30 Minuten auf Stögeli aushält, ohne vor Fussschmerzen gekrümmt zu gehen. Das kam dabei raus:

Wir trafen uns am Flughafen- beide mit Plastiksäckli bepackt, die Schuhe mit hohen Absätzen verbargen. Bei diesem Anblick mussten wir schon loskichern. Zur mentalen Stärkung (aka Mut antrinken) ging es an eine Flughafenbar, wo standardgerecht Prosecco eingeflöst wurde. Dann schlug die Stunde 17. Wir mussten uns ins Flughafenhotel Radisson begeben. Wir waren ein wenig nervös, unseren Mägen war es ein wenig mulmig. Wir sahen diesen Kurs schon bei der Anmeldung als peinliches, aber notwendiges Übel an. Wir bibberten vor dem Gedanken, dass wir auf einem roten Teppich entlangschreiten müssen, wo uns Susi aus Hinterkachelficken und Jenny aus Dübi kritisch beäugen. Bei unserem Glück, wir waren uns sicher, würden wir hinfallen, wie die Models die in 30 cm Absätzen auf irgendwelchen Laufstegen laufen müssen und am Tag danach auf ausgelesenen Fernsehsendern landen, unter der Rubrik "Haha" oder "Wie man es nicht macht".

So kamen wir an den Empfang des Airport Fitness, man geleitete uns in einen Raum, dessen Aussenwände für alle Sport machenden einsichtbar waren: Sie waren aus Glas. Peinlichkeit Nummer 1.
Wir stellen unsere Säckli dorthin, wo sie im Video bei 0.22 diese farbigen Böllen sehen.
Dann gingen wir kurz raus, in den Vorraum, wo die Fitnessgeräte standen.
Wir guckten bitzli schüüch umen und dann meint meine Begleiterin: "Gömmer?"
Ich lachte und bejahte. Erleichtert.
Ich eilte flink nochmals ins Glashaus zurück und holte mein Säckli wieder. Dann standen A. und ich an die Bar des Etablissements und mussten uns ob dem Stress zuerst mal ein Getränk leisten. Da kam ein Mitarbeiter des Airport Fitness auf uns zu. (Er war vorhin dafür zuständig... Trommelwirbel... den roten Teppich für die Stöckel-Ladies auszurollen.) Er kam also auf uns zu und meinte: "High Heel Kurs!" Wir: "...." Er nochmals: "High Heel Kurs!" Ich kratze schon panisch eine Antwort zusammen in meinem Oberstübli- es fiel mir nichts ein. Im rettenden Moment entgegnete Miss Meyers Kumpanin: "Wir gehören nicht dazu." Darauf der Teppichausleger. "Oh, sorry, sorry."
Okay, man muss wohl dabei gewesen sein, um es lustig zu finden.

Auf alle Fälle setzten wir uns danach beim Empfang hin und schauten 10 Minuten zu, wie Miss Polefitness 2010 Yevgenia Stöcklin den ca. 30 Mädels beibrachte, mit geradem Rücken und herausgedrückter Brust, nun ja, gerade zu laufen. Was wir dann im Sitzen sofort in die Praxis umgesetzt haben!

Es war ein toller Samstag Abend.