Damenriege

Damenriege

Du fön times en Eurodisney.

D'Meyeri wurde letzte Woche alt. Diesen Umstand feierte sie an einem unüblichen Ort für 31-jährige. Eurodisney. Von Micky Maus-Klemm-Ohren und schlechtem Essen.

Als der Bebbi und ich am Charles de Gaulle-Flughafen ankamen, war der Bus ins Kinderparadies schon weg. Um 19.30 Uhr.

Eine Stunde später und 80 Euronen ärmer kamen auch wir im "Explorer" an. Dort begrüsste uns ein Brunnen mit Drachenfauchgeräuschen, ein Stockwerk tiefer ein Piratenschiff zum drauf rumklettern und Horden von englischen Minimenschen. Oh, es war nicht mein anglophiler Moment. Nein, nein.

Als wir unser Hotelzimmer betraten, starrten uns 4 Betten an: 1 für Mami und Papi, nomal 1 für Mami und Papi, falls die nicht mehr zusammen schlafen wollen und 2 schmalere für den Nachwuchs. Es war durch und durch ein Familienhotel. Plus 2 Erwachsene. Wir waren die einzigen Kinderlose. Weit und breit. Es hatte sogar einen kleinen Fitnessraum für die Racker, um all die Pommes Frites und Pizza wieder runter zu schwitzen. Folterinstrumente in Kindergrösse. Siehe obiges Foto.

Das Thema des Hotels lautete: "Abwaschbar".

 

Am nächsten Tag dann im Park: Wieder nur Inselaffen und ein paar Froschfresser. (Verzeihen Sie den temporären Rassismus.)

Neben uns hatte es noch ca. 2 andere erwachsene Pärli, die ohne Anhang reisten. Dies sollte uns nicht abhalten, pour 'aben un petit peu de fun, hein!

Nun... Der Wille war da, die Unterhaltung nicht. Zwei Bahnen, 34 gleiche Gift shops und das grusigste Essen überhaupt taten der Stimmung jedoch keinen Abbruch! 

Und, Skandal! Keine einzige vermaledeite Disney-Figur in Menschengrösse gab's zu sehen! Und dafür zahl ich 54 Euro, hä? Pfüh.

Fazit: Ist man über 15, ist das Eurodisney ein Spüürli enttäuschend. Ausser man besucht es auf LSD. Das wäre nochmals einen Besuch wert. Aber auf LSD ist wahrscheinli sogar eine graue Mauer die Party schlechthin.