Damenriege

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Grossraumbüro vs. Einzelbüro!

Genau so schlimm wie Miss Meyers Büroalltag sind die Grossraumbüros - wenn nicht noch schlimmer!

Ich kenne praktisch keine Person aus meinem Arbeitsnetzwerk, die nicht das 'Vergnügen' hat, in einem Grossraumbüro zu arbeiten. Auch ich gehöre zu den Grossraumbüro-Mitleidenden (wäre ja mal was Neues, wenn mich so etwas nicht nerven würde!) und bin zum Glück nicht die Einzige, die sich nach einem eigenen Einzelbüro sehnt. Kürzlich hat es mich sehr gewundert, dass trotz zig belegten nationalen und internationalen Studien über Auswirkungen durch Grossraumbüros (googlen unter: Studie Grossraumbüro) eifrig neue Bürogebäude mit noch grösseren Bürogemeinschaften gebaut werden. Dabei frage ich mich, ob 'diejenigen' die das bestimmen dürfen, auch selber in einem Grossraumbüro sitzen müssen! Wahrscheinlich müssen sie in einem Einzelbüro arbeiten und sehnen sich nach einem Grossraumbüro und meinen es geht uns auch so und finden's noch toll!

Hallo an 'diejenigen', hätte da mal eine Frage: Müsst ihr auch den ganzen Tag das Fenster geschlossen halten, weil es gar keine Möglichkeit gibt, dieses zu öffnen, weil sonst die Pseudolüftung ausfällt? Seid ihr auch Dauererkältet weil egal zu welcher Jahreszeit im Grossraumbüro ständig kühle Temperaturen herrschen und es euch vorkommt wie in der Molkereiabteilung in einem Lebensmittelgeschäft? Dürft ihr auch die unterschiedlichsten Düfte über den Mittag entgegennehmen, wenn die ganze Bürogemeinschaft meint, sie müsse ihr z'Mittag vor dem Bildschirm konsumieren? Meistens am Montag ist einer dieser Tage, wenn es Menü 'Wochenend-Rückblick' gibt und alle mit ihren typischen Plastikschälchen in der Küche vor der Mikrowelle im Akkord auf das klassische 'Bing' warten!

Und habt ihr euch auch schon überlegt, wie ihr durch irgend eine 'Aktion' den Chefsessel wettmachen könnt, damit ihr endlich euer eigenes Büro habt? Idee ist nicht von mir, mein Chef sitzt auch im Grossraumbüro! Ich würde ihm aber gerne das Kabel seines teueren B&O Kopfhörers heimlich durchschneiden und die Schuhsohlen mit Sekundenkleber anstreichen, damit er zu seiner lauten Jazzmusik nicht mehr mit seinen Füssen den 7/8-Takt klopfen kann! Und ich weigere mich, den ganzen Tag von der Umwelt abgeschirmt Ohrenstöpsel zu tragen, wie es alle anderen machen.

Die werden nämlich früher oder später von zu lautem Musikdröhnen schwerhörig. Sie haben aber den Vorteil, dass sie in ein paar Jahren, wenn es sicher immer noch Grossraumbüros gibt, den Lärm nicht mehr hören! Und ich hoffentlich bis dahin mein eigener Chef bin!