Damenriege

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Megamind

Megamind ist eine sehr gelungene Superhelden-Persiflage, mit dem Herz am rechten Fleck und bissigem Witz. Der Film versucht kein "Hybrid" zwischen Erwachsenenunterhaltung und Kinderfilm zu sein. Nur schon wegen der Musikauswahl (Heavy Metal Hymnen, statt den typischen niedlichen Trickfilm-Liedern) ist der Film deutlich an ein erwachseneres Publikum gerichtet und bescherte uns einen vergnüglichen Kinoabend.

Was macht ein fieser (und etwas dussliger) Schurke, der sich immer wieder mit einem Superhelden wie Metroman messen muss? Er löscht seinen Konkurrenten aus und versucht damit die komplette Aufmerksamkeit von Metro City auf seine eigenen Fähigkeiten zu lenken. Doch bald stellt Megamind fest, dass das Leben ohne seinen Gegenpart keinen Spass macht. Was ist schon ein Superbösewicht ohne Supergegner?

Megamind erschafft sich einen neuen Gegenspieler mit grösseren Superkräften, als Metroman sie jemals hatte: Titan. Nur ist Titan nicht Everybody's Darling und will Metro City zerstören. Megamind erkämpft sich seine Position als Bösewicht Nr. 1 zurück und gewinnt gleichzeitig das Herz von Roxy Ritchie (Reporterin, wie Superman's grosse Liebe Lois Lane).

 

Witzig: Sein Beschützer Mignion (ein sprechender Fisch im mobilen Aquarium-Metallkörper) kreiert für die immer fieseren Ideen von Megamind die dazugehörigen fiesen Kostüme, wie z.B. den Umhang "Die schwarze Mambaaaaaaaah..." (Christopher Lee als "Dracula" wäre begeistert gewesen).

Wer grossartige 3D-Effekte à la "Avatar" erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Die Effekte haben im Film als Stilmittel kaum Bedeutung. Trotzdem ist Megamind absolut sehenswert...auch in 2D!